Stich-Wort: Schluss mit den Ausreden

Peter Cott über den bewussten Fleischkonsum und wie leicht er für Südharzer geworden ist.

TA-Reporter Peter Cott

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Foto: Martin Kappel

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Um bessere Arbeits- und Tierwohlbedingungen zu ermöglichen, wären über 70 Prozent der Thüringer bereit, mehr Geld für Fleisch zu zahlen. Das sagt eine jüngst erschiene Umfrage der Meinungsforscher von Civey. Tolle Neuigkeiten. Doch aus schmerzlicher Erfahrung muss ich bei diesem Thema an ein altes Sprichwort denken: „Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach.“ Und zwar das eigene Fleisch.

Denn nicht selten prallt der gute Wille beim hektischen Einkauf nach Feierabend auf die grausame Realität der eigenen Bequemlichkeit. Im Supermarkt ist abgepackte Wurst aus der Großfleischerei eben doch schneller im Wagen, als man zum Fleischer des Vertrauens oder zum Direktvermarkter in Sundhausen, Harzungen, Kleinwechsungen und Co. gefahren wäre. So mancher Dorfkonsum wüsste davon ein Lied zu singen. Wenn es ihn noch gäbe.

Nun Schnitzel-Mogul Clemens Tönnies nach den Corona-Ausbrüchen in seinen Werken wie die Sau durchs Dorf zu treiben, ist da nur bedingt fair: Der Kunde selbst hatte die Wahl, wo und was er kauft.

Und jetzt, wo Direktvermarkter wie der Wildhandel Bauer ihre Waren auch mobil und an immer mehr Standorten feilbieten, wo immer mehr Südharzer Fleischer ihre Produkte auch in den großen Supermärkten auslegen, gehen selbst dem Faulsten die Ausreden aus.

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