Stich-Wort zu Nordhausens Unterstadt: „Herr Mohr, bitte übernehmen Sie“

Peter Cott erinnert einen einstigen OB-Kandidaten an eines seiner Themen aus dem Wahlkampf von 2017.

Peter Cott glaubt, dass die richtige Zeit ist, Nordhausens Unterstadt aus dem Dornröschenschlaf zu küssen.

Peter Cott glaubt, dass die richtige Zeit ist, Nordhausens Unterstadt aus dem Dornröschenschlaf zu küssen.

Foto: Martin Kappel

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„Da fehlt nur eine Woche zum Vierteljahr.“ Dieser Satz der AfD ist uns Freitag in den Redaktionsbriefkasten geflattert. Die Fraktion im Nordhäuser Stadtrat bemängelt darin, dass das Gremium nach ihrer letzten Sitzung im Dezember erst am 4. März wieder tagt. Mehr Infos zu Projekten oder der Zukunft des Thomas-Mann-Clubs wird in dem Schreiben gefordert, das ansonsten geschaffene Fakten statt Zeit für Erörterungen fürchtet.

Man muss der AfD beipflichten: Die Geschicke der Stadt zu lenken, erfordert Raum des Diskutierens und Abwägens. Auch Anträge stimmen sich nicht allein ab. Einem Stadtrat dürften in den vergangenen Tagen jedenfalls die Ohren geklingelt haben. Falls nicht, erinnern wir Linken-Chef Michael Mohr gern an eines seiner Themen aus dem OB-Wahlkampf 2017, das er im März wieder aufs Tapet bringen sollte: Damals liebäugelte er, die Unterstadt aus dem Dornröschenschlaf zu küssen.

Läge das baulich hübsche Karree in Leipzig, hier würden Spekulanten sich wohl stapeln. So aber stapeln sich neben Post der AfD nur Leserbeschwerden über Dreckecken und desolate Gehwege.

Jetzt – mit ersten Schritten wie einem schickem Hotel und neuem Pächter im Café Victoria – wäre die Zeit, hier stadtplanerische Impulse zu fordern.

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