Suche nach Finanziers für Kletterhalle in Ilfeld geht weiter

Ilfeld  Ilfelder verfolgen weiter ihr Projekt „Hexenfels“, trotz eines Rückschlags. Wirtschaftsstaatssekretärin und Landrat machen Mut.

Daniel Scheike-Momberg, Monique Momberg und Detlef Schmidt (von links) glauben nach wie vor an ihr Projekt in der früheren Agrarhalle.

Daniel Scheike-Momberg, Monique Momberg und Detlef Schmidt (von links) glauben nach wie vor an ihr Projekt in der früheren Agrarhalle.

Foto: Kristin Müller

Ilfeld wäre die Brache der früheren Agrarhalle in der Schröderstraße los, bekäme einen touristischen Anziehungspunkt und Übernachtungsmöglichkeiten direkt am Harzrundweg: Was die Ortsansässigen Daniel Scheike-Momberg und Monique Momberg gemeinsam mit dem Nordhäuser Architekt Detlef Schmidt als Idee längst per Beamerpräsentation vorstellen können, ist einzigartig im Südharz und weit hinaus. Andere Boulder- und Kletterhallen der angedachten Dimension gibt es erst wieder in Göttingen, Erfurt, Sangerhausen.

Kein Wunder, dass das Thüringer Wirtschaftsministerium Anfang dieses Jahres das geplante Kletter- und Freizeitzentrum „Hexenfels“ als förderfähiges touristisches Großprojekt einstufte.

Nur kann die damit verbundene bis zu 30-prozentige Förderung nicht fließen, muss der Bauantrag noch in der Schublade bleiben. Denn den drei Investoren fehlt der nötige Rest der Summe, um das millionenschwere Projekt angehen zu können. „Die Banken scheuen das Risiko im Tourismussektor“, schildert Detlef Schmidt die gesammelten Erfahrungen.

Dennoch: Ans Aufgeben denkt das „Hexenfels“-Team nicht: Sie wollen sich nun um neue Finanzierungsquellen mühen. Landrat Matthias Jendricke (SPD) wies bei seinem Besuch dieser Tage auf den Leader-Topf bei der Regionalen Aktionsgruppe Südharz. Mit solchen Mitteln könnte zum Beispiel der Bau der angedachten Caravanstellplätze gelingen. Die Thüringer Wirtschaftsstaatssekretärin Valentina Kerst (SPD) riet, sich direkt an die Thüringer Aufbaubank zu wenden.

Auch sie überzeugte das Konzept. In der Agrarhalle soll Platz zum Bouldern in Absprunghöhe und gesichertem Klettern­ sein, letzteres auch an einem 15 Meter hohen Fels. Auf dem etwa einen Hektar großen Außengelände sind unkonventionelle Übernachtungsmöglichkeiten samt hochwertig ausgestatteter Sanitäranlagen geplant, besagte Caravanstellplätze und möglicherweise auch eine E-Ladestation für Fahrradfahrer.

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