Südharzer des Jahres 2019 gesucht – Diese Kandidaten stehen zur Wahl

Nordhausen.  Sie drehen mit Oscar-Preisträgern, engagieren sich in der Flüchtlingshilfe, kämpfen für den Erhalt der Mundart: 18 Kandidaten stehen zur Wahl.

Reiner Pagel aus Leimbach erhielt den Pokal "Südharzer des Jahres 2018".

Reiner Pagel aus Leimbach erhielt den Pokal "Südharzer des Jahres 2018".

Foto: Marco Kneise / TA

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Ein Südharzer vor der Kamera mit Hollywood-Größe Cate Blanchett? Benjamin Kühnemund hat es geschafft. Der Herreder Michael Samel indes quält sich dieser Tage auf einer Rallye durch die Wüste, um Spenden nach Gambia zu bringen – nicht zum ersten Mal übrigens. „Der brennt bei allem, was er tut“, lobte Kabarettist Uwe Steimle jüngst sogar.

Peter Pfeifer indes wurde erst am Wochenende von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) mit dem Verdienstorden des Freistaates für seine Bemühungen um den Bergbau im Südharz gewürdigt.

Es sind Erfolge wie diese, die den Titel „Südharzer des Jahres“ verdient machen. Ebenso aber ist es der unermüdliche Einsatz für die Kultur, für die Gesellschaft. Unzählige Südharzer engagieren sich – oft im Stillen – für andere. Auch einige von ihnen finden sich unter den 18 Kandidaten der nunmehr achten TA-Wahl zum Südharzer des Jahres.

Wer dieses Jahr als Sieger hervorgeht, können Sie, liebe Leser, bis zum 22. Dezember entscheiden. Füllen Sie dafür den Coupon auf dieser Seite aus und schicken diesen an Thüringer Allgemeine, Redaktion, Bahnhofstraße 33, 99734 Nordhausen. Es gelten nur vollständig vom jeweiligen Wähler ausgefüllte Coupons. Diese können auch eingescannt oder abfotografiert per E-Mail gesendet werden an nordhausen@thueringer-allgemeine.de. Das Ergebnis der Abstimmung veröffentlichen wir in unserer Ausgabe am Samstag, dem 28. Dezember.

Brigitte Klein:

Für Mitwanderer ist sie mehr als nur die Vorsitzende des Seniorenwandervereins ‘78 Bleicherode: Brigitte Klein ist die gute Seele des Vereins, arbeitet seit zehn Jahren im Vorstand.

Die 73-Jährige organisiert mit Vereinskollegen rund 40 Wanderungen im Jahr und gemeinsame Reisen sowie den Familienwandertag.

Udo Rust:

Der agile 79-Jährige hat den Seniorentanzkreis St. Marien in Bleicherode ins Leben gerufen. Dort trifft er sich jede Woche mit Gleichgesinnten.

In zwei Seniorenheimen des Kalistädtchens bietet er Tanzen im Sitzen an, an dem regelmäßig bis zu 20 Bewohner, darunter Rollstuhlfahrer und Demente, teilnehmen.

Winfried Schmitt:

Den kennt bald jedes Kind in Nordhausen: Prof. Zwanziger, städtisches Original und Mitglied der Rolandgruppe.

Seit nunmehr 30 Jahren schlüpft Winfried Schmitt in diese Rolle und betätigt sich dabei noch als kritischer Kolumnist sowie Volkshochschullehrer, um das Erbe hiesiger Mundart zu bewahren.

Hannelore Gaßmann:

Jeden Morgen vor 6 Uhr tritt Hannelore Gaßmann auf den Hof. Dann schließt sie die Tore auf, die den Nordhäusern seit den 50ern den kurzen Weg vom Altentor in die Behringstraße ermöglichen, hält diesen sauber und bäckt Vereinen gern Kuchen, trotz hohen Rentenalter.

Ein Urgestein, das Verbindungen schafft.

Anja Fitzenreiter:

So viele Vorschläge für eine Person gab es selten: Als Friseurmeisterin mit Herz für Tiere hat Anja Fitzenreiter das Herz ihrer Mitmenschen gewonnen.

Seit Jahren engagiert sie sich im Verein „Ein Herz für Streuner“, der übers Jahr etwa 250 Katzen aufpäppelt, umsorgt und wieder in die Freiheit entlässt.

Axel Heck:

Seelano, Alte Post, Studentenwohnen am Taschenberg – Nordhausens Antlitz trägt vielerorts Axel Hecks Handschrift.

Der Geniestreich des Investors folgte allerdings in diesem Jahr: Die Rettung des Handelshofs, der mittlerweile als nobles Stadt- hotel im Stil der 20er Gäste in die Stadt lockt und wachsen soll.

Werner Hütcher:

Im Juni dieses Jahres ging eine Institution nach 42 Dienstjahren in Rente. Tausende Kinder durchliefen den Unterricht bei dem Nordhäuser Sportlehrer, der sich mit dem Kugelstoß-Indoor ein Denkmal gesetzt hat.

Es war der einzige Leichtathletik-Wettkampf mit Weltklasseniveau in der Rolandstadt.

Martin Bischoff:

Den Glockenturmverein in Ellrich würde es ohne ihn gar nicht geben. Dass sich die Stadt wieder Hoffnung machen kann, die Türme der Johanniskirche wieder aufzubauen, ist sein Verdienst.

Und als Trainer des Ellricher Mach-dich-ran-Teams hat er maßgeblich zum Sieg im MDR-Wettbewerb beigetragen.

Stephanie Tiepelmann-Halm:

Stephanie Tiepelmann-Halm lebt wie ihre Mitstreiter im Schrankenlos-Verein das Credo des Miteinanders. So war das vor der Flüchtlingswelle, so ist es heute.

Flüchtlinge sind für sie Menschen, die es nicht nur zu integrieren gilt, sondern von denen man lernen kann, etwa bei Interkulturellen Wochen.

Anja Eisner:

Lehrerin wollte sie werden, Chefdramaturgin wurde sie am Theater, 15 Jahre lang – in der schnelllebigen Welt der Kunst eine Ewigkeit.

Gut 125 Stücke begleitete sie vor ihrem Ruhestand in dieser Zeit, in der sie auch die Senioren-Laienspielgruppe „Silberdisteln“ zu immer neuen Höchstleistungen verhalf.

Michael Samel:

„Der brennt ja, der brennt von morgens bis abends.“ Derart enthusiastisch charakterisiert Kabarettist Uwe Steimle den Herreder Michael Samel.

Der Grund: Mit seiner mehrfachen Teilnahme an der Benefiz-Rallye „Dresden-Dakar-Banjul“ will er Kindern in Gambia ein besseres Lernen und Perspektive schaffen.

Jan-Niklas Reiche:

Kaum eine Stadtratssitzung, ohne dass der 18-jährige Jan-Niklas Reiche die Fragestunde nutzt, um auf fehlende Radwege hinzuweisen und mehr Umweltschutz in Nordhausen zu drängen.

Auch dem hiesigen Ableger der Klimabewegung „Fridays for Future“ gibt Reiche als Mitorganisator ein Gesicht.

Gisela Hartmann:

Die 80-jährige Nordhäuserin hat sich vor allem um den Park Hohenrode verdient gemacht, dessen Förderverein sie 14 Jahre vorstand. Aber auch in der Wendezeit hat sie ihre Spuren hinterlassen als engagierte Bürgerin am Runden Tisch.

Und nicht zuletzt baute sie den Kreisverband der Nordhäuser Grünen auf.

Benjamin Kühnemund:

Vom Sparkassen-Mitarbeiter zum gefragten Model für Marken wie Gucci, Davidoff und Porsche – Benjamin Kühnemund hat es geschafft.

Anfang des Jahres sorgte der Nordhäuser gar durch einen Werbeclip für Giorgio Armani mit Hollywood-Größe Kate Blanchett für Furore.

Peter Pfeifer:

Der Thüringer Verdienstorden war am vorigen Freitag ein würdiger Abschluss für den Bergmann, der Ende des Jahres mit 75 Jahren in den Ruhestand geht.

Ohne Pfeifer wäre die Nordhäuser und Bleicheröder Bergbaugeschichte sicher anders verlaufen. Er hat dafür gesorgt, dass die Lichter in der Region nicht ausgingen.

Frank Tuschy:

Den Kinderkirchenladen des Blasii-Gemeinde mit seinem Café würde es ohne den Nordhäuser nicht geben. Mit seinen Aktionen hat er der Jugendarbeit große Impulse verliehen.

Und aus der Adventszeit ist der Handwerkerweihnachtsmarkt des Kirchenladens auf dem Blasiikirchplatz nicht mehr wegzudenken.

Doris König:

Die Urbacher Unternehmerin und Chefin der Firma Henning Bau wurde in diesem Jahr für den Emily-Roebling-Preis nominiert. Ihre Mitarbeiter haben ihr den Titel „Geschäftsführerin der Herzen“ verliehen.

Seit 2003 führt sie das Urbacher Familienunternehmen und behauptet sich in einer Männerdomäne.

Lars Englert:

Mit gerade einmal 19 Jahren hat sich Lars Englert schon so der Demokratie verschrieben, dass er sich als Bundesfreiwilliger im Sommer in ein Wohnmobil setzte und im Freistaat für Politik begeisterte.

Die Idee gefiel nicht nur ihm: Auch die Jury des Integrationspreises war überzeugt und nominierte den Elender.

Wer dieses Jahr als Sieger hervorgeht, können Sie, liebe Leser, bis zum 22. Dezember entscheiden. Füllen Sie dafür den Coupon aus und senden Sie diesen eingescannt oder abfotografiert per E-Mail an nordhausen@thueringer-allgemeine.de

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