Tafelmitarbeiter trotz Schließung nicht untätig

Birgit Eckstein
Volker Wagner, sonst Fahrer bei der Tafel, malert den Vorraum.

Volker Wagner, sonst Fahrer bei der Tafel, malert den Vorraum.

Foto: Birgit Eckstein

Nordhausen.  Nordhäuser Tafel nutzt Schließungszeit, um Räume wieder auf Vordermann zu bringen. Hoffnung auf Wiedereröffnung im Oktober bleibt bestehen.

Obwohl die Nordhäuser Tafel aufgrund der Bauarbeiten in der Grimmelallee derzeit geschlossen hat, herrscht rege Betriebsamkeit im Gebäude. Die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Kräfte nutzen die Zeit, um die Räumlichkeiten auf Vordermann zu bringen. Es wird aufgeräumt, geputzt und gemalert. „Wir stellen alle Räume auf den Prüfstand und machen jetzt alles, für was in den letzten Jahren keine Zeit war. Somit hat die Schließzeit zumindest etwas Gutes“, erklärt Helga Rathnau.

„So wird der gesamte Vorraum frisch gemalert. Die Farbe haben wir von den Spenden gekauft, die uns vom SPD-Sommerfest erreichten“, so die langjährige Chefin der Tafel. „Wir haben zwei Angestellte, drei Mini-Jobber sowie ehrenamtliche Mitarbeiter und alle sind zwei bis drei Tage pro Woche vor Ort, um fleißig mitzuarbeiten.“ Durch die Anwesenheit der Tafel-Mitarbeiter in der Grimmelallee wurde wahrscheinlich auch Schlimmeres verhindert. Denn nur so konnte ein Wasserschaden in der Suppenküche relativ schnell entdeckt werden, bevor noch größere Schäden entstanden wären.

„Sobald ein unfallfreier Zugang zum Hof gewährleistet ist, werden wir sowohl die Essensausgabe als auch die Suppenküche wieder öffnen. Wir hoffen, dass dies sobald wie möglich geschehen kann. Wenn alles gut läuft, können wir im Oktober öffnen. Wir sind guter Hoffnung, bald wieder für unsere Bedürftigen da zu sein. Aber wir können den Fortgang der Bauarbeiten in der Straße nicht beeinflussen“, so Helga Rathnau. „Wir sind auf die Wiedereröffnung gut vorbereitet. Die Märkte, die uns unterstützen, sind bereit und wir haben auch viele Lebensmittel eingefroren.“