Tarif-Streit im Öffentlichen Dienst: Nordhäuser Linke-Kreisverband unterstützt Angestellte bei ihren Forderungen

Matthias Marquardt ist Sprecher für Gewerkschaftspolitik des Linke-Kreisverbandes Nordhausen.

Matthias Marquardt ist Sprecher für Gewerkschaftspolitik des Linke-Kreisverbandes Nordhausen.

Foto: Marco Kneise / Archiv

Nordhausen.  Die Tarifverhandlungen für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst beginnen am Dienstag. Aus Nordhausen erhalten die Forderungen der Gewerkschaft Verdi Rückenwind.

Die Linke unterstützt die Forderungen der Gewerkschaft Verdi nach 10,5 Prozent mehr Gehalt für die 2,5 Millionen Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes. Die Tarifverhandlungen dazu beginnen am Dienstag. Stark steigende Preise haben 2022 zu massiven Verlusten der Reallöhne und damit der Kaufkraft geführt. Die Forderungen der Gewerkschaft seien gerechtfertigt, so Matthias Marquardt, Sprecher für Gewerkschaftspolitik des Linke-Kreisverbandes Nordhausen. Er erklärt: „Die Bundesregierung darf die Krisenkosten nicht den Beschäftigten und ihren Familien aufladen, sondern muss Gewinne und große Vermögen endlich angemessen besteuern.“

Laut Bericht der Nichtregierungsorganisation Oxfam von Januar 2023 sind in Deutschland über 800.000 Menschen so reich, dass sie nicht arbeiten müssen. Ihre Zahl habe sich seit 2010 verdoppelt. Der Wirtschaftswissenschaftler Marcel Fratzscher wies darauf hin, dass in kaum einem Land Vermögen und Erbschaften so gering besteuert würden wie in Deutschland. „Es geht darum, wer für die Krise am Ende zahlen wird: Pflegekräfte, Erzieherinnen und Busfahrer oder die Millionäre. Deshalb ist es wichtig, jetzt solidarisch zusammenzustehen“, so Linke-Chef Marquardt