Tolle Idee für Klimaschutz

Leserbrief Jeder Ellricher sollte im Herbst einen Baum pflanzen

Heidemarie Maetschke aus Ellrich schreibt zum TA-Beitrag „1000 Weißtannen für den Klimaschutz“ (18. September): Eine tolle Idee, mithilfe von vielen Bürgern im Ellricher Stadtwald Bäume zu pflanzen. Sofern es nicht nur bei dieser symbolischen Aktion bleiben soll. Wenn jeder Ellricher Einwohner noch diesen Herbst einen Baum pflanzt – im eigenen Garten oder etwa dem Heinepark – und Eltern für ihre zu kleinen Kinder oder ihre betagten Großeltern, wären dies etwa zusätzliche 5500 vielfältige und personenbezogene Bäume, die noch dazu in den ersten Folgejahren hinsichtlich Bewässerung betreut blieben und auch Insekten und Vögeln Nahrung bieten würden.

Die Klimakrise bedroht uns alle. Bemerkenswert ist, dass es der „Fridays for Future“-Bewegung der Schüler in den vergangenen Monaten gelungen ist, endlich die Dringlichkeit deutlich zu machen, in der akuten Klimakrise zu handeln.

Am 20. September gingen deshalb weltweit Hunderttausende aller Altersgruppen auf die Straßen. Sie stellen folgende Forderungen auf: Nettonull-Treibgasemissionen bis 2035, Kohleausstieg bis 2030, 100 Prozent Einsatz erneuerbarer Energien bis 2035 und Subventions-Aus für fossile Energien, Abschaltung von einem Viertel der Kohlekraftwerke, Einführung einer CO²-Steuer und rasche Anpassung auf tatsächliche Umweltkosten. Diesen Forderungen für Deutschland haben sich viele NGO‘s und Gewerkschaften angeschlossen, weil unser hochindustrialisierter Staat nicht nur weltweit eine Vorreiterrolle hat, sondern auch eine Bringschuld den Völkern gegenüber, die bisher bei weitem nicht so viel Ressourcen verbraucht haben, doch die ersten Opferländer der Klimakrise sind.

Auch im eigenen Interesse sollten wir die menschenrechtskonforme Begrenzung der Klimaflüchtlingsströme genauso im Blick behalten wie die steigende Zahl der Sommerhitze-Toten.

Seit den 1970er-Jahren bekannt und seither ausgesessen, verlangt die reale Situation jetzt energisches Handeln von allen, das heißt Bürgern, Verwaltungen und Unternehmen.

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