Traditionelles Fest der Sollstedter Kolonie

Sollstedt  Das Wohngebiet feiert drei Tage lang. Die jüngste Kolonistin heißt Finja Kalbunde. In 25 Jahren schon 25.000 Euro für Vereine gespendet.

Zum 25. Mal wurde in Sollstedt das Koloniefest gefeiert. Dabei durfte auch die Ehrung des ältesten und jüngsten Kolonisten nicht fehlen. 

Zum 25. Mal wurde in Sollstedt das Koloniefest gefeiert. Dabei durfte auch die Ehrung des ältesten und jüngsten Kolonisten nicht fehlen. 

Foto: Birgit Eckstein

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Als vor 25 Jahren Dieter Kleofas gemeinsam mit dem damaligen Sollstedter Bürgermeister Jürgen Hohberg das erste Koloniefest aus der Taufe hob, fing alles noch ganz klein an. Die beiden Sollstedter, die selbst in der Kolonie wohnten, wollten mit dem Fest den Zusammenhalt der Kolonisten stärken und gleichzeitig etwas für den guten Zweck tun. In den kommenden Jahren ist das Koloniefest stetig gewachsen und mittlerweile fester Bestandteil im Sollstedter Kulturleben. Vor vier Jahren übernahm Nico Kleofas dann die Organisation des Festes von seinem Vater. Und so konnte er am vergangenen Wochenende die „Silberhochzeit“ gemeinsam mit vielen Besuchern begehen. Auch wenn dem Wacker-Präsidenten gerade am Samstag wohl eher nicht nach Feiern zumute war (Wacker verlor 1:5), tat dies der Stimmung keinen Abbruch.

Bereits zum musikalischen Auftakt am Freitag kamen 150 bis 200 Besucher in das große Festzelt auf dem Kolonieplatz. „Wir freuen uns, dass zur Disco auch Gäste von außerhalb kommen“, berichtet Karola Kleofas. „In den letzten Jahren hat sich herauskristallisiert, dass auch der sonntägliche Frühschoppen mit Blasmusik besonders gut angenommen wird. Und der offene Gottesdienst, der seit zehn Jahren im Zelt stattfindet, wird ebenfalls gut besucht“, so die Mitorganisatorin des Festes. Haupttag der drei Feiertage ist und bleibt aber der Samstag. Wenn die Wülfingeröder Feuerwehr mit der Gulaschkanone und ihrer heiß begehrten leckeren Erbsensuppe mittags in der Kolonie erscheint, ist das für die Einwohner des Sollstedter Wohngebietes der inoffizielle Startschuss für ihr Fest.

Die offizielle Eröffnung erfolgte dann durch Bürgermeister Claus Adam, selbst waschechter Kolonist. Gemeinsam mit Karola Kleofas beglückwünschte er dann den ältesten und jüngsten Kolonisten. Nachdem Ole Klabunde vor drei Jahren der jüngste Einwohner der Kolonie war, tritt nun Schwesterchen Finja in seine Fußstapfen. Mama Nadine Klabunde und Papa Jens Grotjahn nahmen die Ehrung mit ihren Sprösslingen entgegen.

Seit vielen Jahren ist nun schon Heinz Rieser der Senior der Kolonie. Sein weibliches Gegenstück Elly Schröder musste die Ehrung diesmal kurzfristig absagen.

Für die musikalische Unterhaltung der Gäste sorgten Kultmoderator Andy, auch schon seit mindestens zehn Jahren in Sollstedt dabei, und der heimische Chor Echo. Die Sollstedter Feuerwehr präsentierte ihre Technik, und der Nachwuchs konnte sich Schminken lassen und auf der riesigen Hüpfburg toben. Auch ein neues Spiel­gerät auf dem Platz wartete auf die Kinder. Dieses wurde von den Erlösen des letztjährigen Koloniefestes angeschafft.

„Wir haben in den 25 Jahren so rund 25.000 Euro für den guten Zweck eingenommen. Damit haben wir immer die Sollstedter Vereine unterstützt, die uns beim Fest helfen, und einige Anschaffungen getätigt“, berichtet Karola Kleofas. Auch in diesem Jahre soll der Erlös in die weitere Gestaltung des Kolonieplatzes fließen.

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