Über 7300 Rettungseinsätze im Südharz im vorigen Jahr

Nordhausen  Der DRK-Kreisverband Nordhausen zieht Bilanz. Die Wasserwacht ist landesweit spitze.

Für ihre langjährige Mitgliedschaft wurden fünf beim DRK engagierte Südharzer von Gerhard Weith (Mitte) geehrt. Einer war nicht anwesend. Foto: Kristin Müller

Foto: Kristin Müller

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist aus der Südharzer Soziallandschaft nicht mehr wegzudenken: Der gemeinnützige Verein ist Träger dreier Kindergärten, er betreibt Pflegeheime in Nordhausen und Heringen, hält eine Berg- und Wasserwacht sowie eine Kleiderkammer vor, ebenso Sanitätsgruppen im Katastrophenschutz. Für den Landkreis erledigt das DRK zudem den Rettungsdienst.

Auf den Südharzer Straßen waren vergangenes Jahr 6817 Rettungseinsätze zu fahren, die Luftrettung verzeichnete weitere 1511 Einsätze, darunter allerdings auch 90 Fehleinsätze, gab Kreisverbands-Präsident Gerhard Weith am Dienstagabend zu bedenken.

Zur Mitgliederversammlung hatte er in das Pflegeheim in Nordhausen-Nord geladen – möglicherweise letztmals. Denn die meisten der Bewohner ziehen am Samstag aus, um im neuen Heim am Marienweg einzuziehen. Das neue Wohn- und Betreuungszentrum umfasst 84 Einzelzimmer. Eine „ideale Betreuung der Bewohner“ wäre dort möglich, auch würden sich die Bedingungen für das Personal bessern, erklärte Weith voller Vorfreude. Zum Neubau gehören auch 34 barrierefreie Zwei- und Dreiraumwohnungen sowie eine Tagespflege mit angeschlossenem Fahrdienst. Bei Bedarf können die Mieter die Mittagsversorgung und den Wäscheservice in Anspruch nehmen. Insgesamt investierte das DRK am Marienweg seit Anfang des Jahres 2017 rund 14 Millionen Euro.

Die beiden bestehenden Heime waren voriges Jahr bestens ausgelastet: das in Nord zu 95,5 Prozent, das in Heringen gar zu 96,5 Prozent. Auch die drei Kindergärten erfreuen sich großen Zuspruchs: Der Wolkramshäuser ist zu 95 Prozent ausgelastet, der Bielener ist gar für die nächsten zwei Jahre ausgebucht, und auch in Niedergebra ist der Bedarf so hoch, dass alle 74 Plätze bis zum Schuljahr 2020/21 vergeben sind.

Auch mit Blick auf die vielen Ehrenamtlichen war Landrats-Beigeordnete Hannelore Haase (Linke) voll des Lobes: „Sie tun viel für alle Altersgruppen, sind im Katastrophenschutz immer eine verlässliche Gruppe.“ Beim Sommerfest des Landkreises Anfang Juli werde der Landrat verdiente Mitglieder auszeichnen. Gerhard Weith ergänzte: „Was wirklich zählt, ist die konkrete Hilfeleistung, der Idealismus und das Engagement eines jedes Einzelnen.“ Diese seien das „Fundament für die positive Bilanz“ des Kreisverbands.

Ehrungen

Der DRK-Kreisverband ehrte für ihre langjährige Mitgliedschaft:

Estella Kutschbach vom Ortsverein Heringen (45 Jahre)

Martina Rockstroh vom Betreuungsdienst (30 Jahre)

Hans-Joachim Rockstroh vom Betreuungsdienst (30 Jahre)

Kreisverbandsarzt Jens Michel (25 Jahre)

Alexander Gorges vom Ortsverein Wolkramshausen (25 Jahre)

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