Wacker Nordhausen siegt beim Berliner Spitzenreiter – zu Grönemeyers Liedern

Berlin  In der Fußball-Regionalliga setzt sich Wacker Nordhausen mit 2:0 bei der zweiten Mannschaft von Hertha BSC durch.

Stepan Kores (re.), hier im Duell mit dem Berliner Maurice Covic, erzielte den ersten Treffer für Wacker Nordhausen gegen Hertha BSC II.

Stepan Kores (re.), hier im Duell mit dem Berliner Maurice Covic, erzielte den ersten Treffer für Wacker Nordhausen gegen Hertha BSC II.

Foto: Matthias Koch

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Wacker Nordhausen wollte die Torfabrik der Regionalliga Nordost stoppen. Mittwochabend gelang dies bei Spitzenreiter Hertha BSC in der vorgezogenen Begegnung des 8. Spieltages sehr gut. Im Amateurstadion in Sichtweite des Berliner Olympiastadions reichte es zu einem 2:0-Erfolg. Zur Halbzeit hatte Wacker mit 1:0 geführt.

Die Mannschaft von Trainer Heiko Scholz konnte damit den dritten Platz festigen. Der Rückstand auf Hertha wurde auf zwei Punkte verkürzt. Zu Lok Leipzig beträgt der Abstand nur noch einen Zähler. Und Wacker hat ja auch noch ein Spiel Rückstand.

Vor 759 Zuschauern, darunter Herthas Profi-Trainer Ante Covic und 20 Gäste-Fans, schloss Stepan Kores in der 24. Minute einen Angriff über die linke Seite aus elf, zwölf Metern energisch zur 1:0-Führung ab. Sein Gegenspieler Niko Koulis kam den entscheidenden Tick zu spät. Das Nachsehen hatte auch Torwart Thomas Kraft, der wie Offensivmann Maurice Covic und der in der 62. Minute eingewechselte Pal Dardai Junior dem Profikader der Hauptstädter angehört.

Herthas Heimbilanz gab vorab eigentlich wenig Anlass zu Optimismus bei den Gästen. In den bisherigen drei Spielen dieser Spielzeit hatten die Charlottenburger gegen Energie Cottbus (5:2), Optik Rathenow (6:0) und den Berliner AK (1:0) drei Mal gewonnen. Selbst Wackers Auswärtsbilanz bei den Hertha-Azubis war keine Empfehlung für die Bestenliste. In den sieben Partien zuvor gab es für Nordhausen nicht einen einzigen Dreier. Drei Unentschieden und vier Niederlagen standen zu Buche.

Auswärtssieg zu Livemusik von Herbert Grönemeyer

Wacker-Coach Trainer Scholz kümmerte das wenig. Groß einstellen konnte sich Hertha auf den Gegner im Spitzenspiel auch nicht. Gegenüber dem 2:0-Erfolg gegen die VSG Altglienicke am vergangenen Wochenende gab es eine regelrechte Monster-Rotation. Mit Torwart Jan Glinker, Lucas Stauffer und Nils Pichinot verblieben lediglich drei Akteure wieder in der Startelf. Etliche Kicker vom Erfolg gegen die VSG saßen nur auf der Bank. Carsten Kammlott und Jan Löhmannsröben standen gar nicht im Kader. Letzterer war durch einen Infekt außer Gefecht gesetzt.

Der Spielplan der Nordhäuser ging dennoch nahezu komplett auf. Hertha verzeichnete im Spielverlauf zwar Feldvorteile. Doch Wacker konnte sich immer wieder befreien und für Ausrufezeichen sorgen. Oliver Genausch wurde von Hertha-Routinier Rico Morack noch gestoppt (4.). Doch mit dem ersten Tor durch Kores wuchs das Selbstbewusstsein spürbar.

Die Jung-Herthaner kamen durch Timur Gayret (22.), Maximilian Pronichev (27.) und Covic (31.) durchaus zu Chancen. Doch kurz vor der Pause machte ein Zwischenruf von Profi-Keeper Kraft die Problematik seines Teams deutlich. „Jungs, das ist Standfußball, Jungs, Bewegung!“, forderte Kraft.

Im zweiten Durchgang schalten aus der nahen Waldbühne Lieder von Herbert Grönemeyer herüber, der dort ein Konzert gab. Doch auch Wacker machte sportlich weiter die Musik. Nachdem Pronichev und Jessic Ngankam (beide 55.) ihre Chancen vergeben hatten, sorgte auf der anderen Seite Maurice Pluntke in der 66. Minute für die Vorentscheidung. Eine Kopfballvorlage von Florian Esdorf nickte er am langen Pfosten ein. Im Abschluss spielte Nordhausen die Angelegenheit cool zu Ende.

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