Wer bei Wacker Nordhausen in die Reserve versetzt wurde

Nordhausen  Beim Fußball-Regionalligisten Wacker Nordhausen herrscht Alarmstimmung. Trainer Scholz verkündete jetzt erste Personalmaßnahmen.

Klare Ansagen macht Wackers Präsident Nico Kleofas auch schon mal direkt nach dem Spiel im Mannschaftskreis.

Klare Ansagen macht Wackers Präsident Nico Kleofas auch schon mal direkt nach dem Spiel im Mannschaftskreis.

Foto: Christoph Keil

Nach dem 2:5-Debakel in Auerbachherrscht beim Fußball-Regionalligisten Wacker Nordhausen Alarmstimmung. Durch die dritte Niederlage in Folge sind die Berliner Spitzenteams Hertha II und Altglienicke bereits um satte acht Punkte enteilt.

„Wir müssen jetzt schnell die Kurve kriegen“, sagte Wackers Präsident Nico Kleofas unserer Zeitung. „Ich will mich von außen da ins Sportliche nicht einmischen. Der Trainer hat mein Okay für seine Maßnahmen. Die sportliche Leitung ist jetzt gefragt. Sie muss die Mannschaft schnell wieder auf Kurs bringen“, so der 46 Jahre alte Inhaber einer Nordhäuser Sicherheitsfirma, der seit über einem Jahrzehnt den Verein recht erfolgreich führt. „Wir müssen die nächsten zwei Spiele gewinnen. Das wird schwer genug“, sagte Kleofas vor den Partien am kommenden Freitag (19 Uhr) gegen Rathenow und dann eine Woche später am 1. November in Meuselwitz (19 Uhr).

„Trainer steht nicht infrage“

Kleofas erklärte weiter, man werde jetzt nicht in Aktionismus verfallen. „Der Trainer steht nicht infrage“, so der Präsident klipp und klar. Trainer Scholz verkündete jetzt erste Personalmaßnahmen. So werden Torwart Jan Glinker, Jan Löhmannsröben und Sebastian Heidinger vorübergehend in die zweite Mannschaft versetzt. Auch die Reservisten Vladimir Kovac und Mounir Chaftar trainieren künftig mit dem Oberliga-Kader. „Wir mussten ein Zeichen setzen. Das ist keine Suspendierung, möchte ich betonen. Wir werden mit dem nun 20 Mann starken Kader enger zusammenrücken. Die jungen Spieler werden mehr Chancen bekommen“, erklärte Scholz.

Scholz will jüngeren Spielern Chance geben

Menschlich sei weiter alles in Ordnung im Team, aber wegen der fehlenden Punkte müsse man reagieren und noch einmal an Stellschrauben drehen. In die Entscheidungen waren übrigens die Co-Trainer Peßolat, Hoppe, Piplica und telefonisch auch der an einer Lungenentzündung erkrankte Sportliche Leiter Tino Berbig eingebunden.

Scholz betonte, er hoffe, dass die Entscheidung im Sommer, weitgehend auf die Mannschaft der Vorsaison zu setzen, die richtige war. „Wir werden es in den nächsten Spielen erleben“, so der Ex-Nationalspieler, der bald auch jungen Spielern aus der Zweiten Chancen geben will. Paul Kirchner oder Kenan Smajlovic hätten sich in den Blickpunkt geschoben. „Doch jetzt heißt es zulegen und endlich wieder mal ein Spiel gewinnen, um in der Tabelle den Abstand nicht noch größer werden zu lassen“, so Scholz.

Die Aufregung der Fans in Auerbach können Scholz, aber auch Präsident Kleofas, gut verstehen. „Sie hatten einen Bus organisiert, sind weit gefahren, haben Eintritt bezahlt und erlebten dann diese Enttäuschung. In der Diskussion nach Spielschluss ist keiner beleidigt worden. Die Fans haben das Recht, sauer zu sein“, so Kleofas. Etwas anderes sei der Platzsturm in Altengottern gewesen. „So etwas geht überhaupt nicht. Wir werden das Verfahren des Verbandes abwarten und dann entsprechend reagieren“, so Kleofas.

Zum Beginn des Umbaus des Albert-Kuntz-Sportparks konnte der Wacker-Präsident nur so viel sagen: „Ich denke, es gibt noch einen symbolischen Spatenstich in diesem Jahr. Ich habe volles Vertrauen in den Landrat und seine Servicegesellschaft.“

Ob Wacker dann noch zum Kreis der Aufstiegskandidaten gehört, wird sich schon in den nächsten Wochen entscheiden.

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