Vorfall bei Wandertag: Wild gewordener Motorradfahrer am Kuhbrunnen in Bleicherode

Bleicherode.  Fünftklässler des Schiller-Gymnasiums unternehmen einen Wandertag in den Bleicheröder Bergen und erleben nicht nur Gutes.

Plötzlich tauchte ein Motorrad im Wald auf und erschreckte die Schüler (Symbolbild).

Plötzlich tauchte ein Motorrad im Wald auf und erschreckte die Schüler (Symbolbild).

Foto: Alexander Volkmann

Ein wild gewordener Motorradfahrer rast auf einen Forstmann zu. Ohne Skrupel. Und ohne abzubremsen. Fünftklässler des Schiller-Gymnasiums sind Zeugen dieses Vorfalls und wollen ihren Augen kaum glauben.

Was ist geschehen? 22 Schüler der Klasse 5b wandern in den Bleicheröder Bergen, um ihren neuen Lernort und dessen Umgebung besser kennenzulernen. Nach dem forschen Anstieg in Richtung Kuhbrunnen treffen sie – wie verabredet – auf den Mitarbeiter des Forstamtes, Bernd Waldheim. Der Fachmann stellt den Kindern viele Baumarten, Waldbewohner und Schädlinge der Bäume anschaulich vor. Plötzlich taucht ein Motorrad ohne Nummernschild mit scheinbar konfusem Fahrer auf, der nicht nur die Schüler, sondern auch die Tiere des Waldes sehr erschreckt.

Wie verhalten wir uns, wenn er wiederkommt?

Das gesamte Tal erbebt unter dem Lärm und Gestank des unerwünschten Fahrzeuges. „Darüber waren wir empört“, berichtet die Lehrerin Sigrid Winter, „und viele Fragen beschäftigten uns: Wie verhalten wir uns, wenn er wiederkommt? Wie können wir ihn stoppen? Warum macht der Raser das?“

Dann kommt es zum zweiten Zusammentreffen mit dem Rowdy. Bernd Waldheim stellt sich ihm mutig in den Weg. Aufhalten kann er ihn aber nicht. „Gott sei Dank ist beiden nichts passiert“, blickt Sigrid Winter auf den Vorfall zurück.

Der Wandertag wendet sich wieder zum Guten. Am Kuhbrunnen singen die Schüler das Bleicheröder Lied und machen viele Fotos. Da ahnen sie noch nicht, wie steil und schweißtreibend der Aufstieg zur Löwenburg ist. Etwas erschöpft kommen sie oben an und erholen sich beim Frühstück und Vorlesen der verschiedenen Sagen der Umgebung, die einige Mitschüler vorbereitet hatten.

Der Abstieg geht schneller. Auch weil Bernd Waldheim mit einigen einheimischen und auswärtigen Tieren auf die Schüler wartet. Diese sind ausgestopft, so dass sie sich den Streichelattacken nicht erwehren können. So geht ein ereignisreicher Tag angenehm zu Ende.

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