Zieht sich Automobilzulieferer Eaton aus Nordhausen zurück?

Nordhausen.  Der US-Konzern soll in Belegschaftsversammlung ein Ende der Produktion in Nordhausen angekündigt haben.

Das Werk von Eaton Automotive in Nordhausen.

Das Werk von Eaton Automotive in Nordhausen.

Foto: Kristin Müller

Ob VW, BMW, Daimler oder Ford: In fast jedem Auto steckten Ventile aus Nordhausen. Der Grund: der US-amerikanische Konzern Eaton. Nun aber verdichtet sich der Verdacht, dass sich das weltweit aufgestellte Unternehmen von hier zurückziehen will.

Gleich mehrere der rund 250 Mitarbeiter wendeten sich Freitagabend an unsere Zeitung. Unabhängig voneinander berichteten sie von einer Belegschaftsversammlung. Hier soll über ein mögliches Ende der Produktion in den vormaligen Hallen des IFA-Ventilwerks gesprochen worden sein. 1991 übernahmen die Amerikaner. Doch Ende des Jahres könnte damit Schluss sein. Von zu hohen Lohnkosten bei sinkendem Profit sei die Rede gewesen, sagte ein Angestellter. Ein anderer spricht angesichts der zurückliegenden Monate in Kurzarbeit vom „großen Schock“. Noch sei aber nicht mit dem Betriebsrat verhandelt worden.

Der Nordhäuser Betriebsleiter war am Freitag nicht mehr erreichbar. Eine Presseanfrage an den Konzern blieb bisher unbeantwortet.

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