Zwei Dörfer im Südharz feiern ihre neue Brücke

Bielen  Zorgebrücke zwischen Sundhausen und Bielen ist wieder befahrbar. Sorge vor Lkw-Verkehr.

Den Banddurchschnitt auf der Brücke hielten gestern einige Bielener und Sundhäuser fest.

Den Banddurchschnitt auf der Brücke hielten gestern einige Bielener und Sundhäuser fest.

Foto: Kristin Müller

Vier Jahre soll die Brücke zwischen Bielen und Sundhausen gesperrt gewesen sein? Christina Mitzlaff kommt die Zeit noch länger vor. Aber sei‘s drum: An diesem Donnerstagvormittag lässt sie sich von ihrer Schwiegertochter gern auf dem neuen Bauwerk fotografieren. „Wir haben den Abriss fotografiert, die Bauarbeiten, nun natürlich auch den Banddurchschnitt“, meint die Bielenerin.

Oberbürgermeister Kai Buchmann (pl), Ortschefin Uta Heydecke (pl), Zweiter Beigeordneter Michael Kramer (CDU) und ein Vertreter der Firma IGS tun ein Jahr nach Baubeginn mit der Schere das Ihre. „Für gute Bürger eine gute Infrastruktur“, kommentiert der Stadtchef die 1,3-Millionen-Euro Investition. Er erinnert daran, dass es vier Jahre dauerte, bis der nötige Eigenanteil – ein Drittel der Gesamtkosten – endlich im Haushalt verankert war. Zwischenzeitlich schloss das Bielsche Lädchen, es sei an der Brückensperrung „kaputtgegangen“, bedauert Heydecke noch heute.

Die Bielener und Sundhäuser reichen sich am Donnerstag freudig die Hand. „Die Brücke spart mir nun täglich zehn Kilometer zusätzlichen Arbeitsweg“, freut sich Christina Mitzlaff darüber, nun schnell zur A 38 bei Sundhausen zu kommen. Nun endlich könne auch die Zusammenarbeit der beiden Kirchgemeinden wieder richtig gelebt werden, richtet Dorothee Mitzlaff den Blick auf das Miteinander der Dörfer. Buchmann freut sich nicht zuletzt über die bessere Erreichbarkeit der Kiesseen. „Ein touristisches Pfund, das wir weiterentwickeln werden.“

Einzig eine Sorge haben viele, vor allem Bewohner der Marktstraße, erzählt Christopher Bischoff: „Die Brücke ist nun auch für den Lkw-Verkehr freigegeben. Die Angst, dass die Strecke nun Umgehungsstraße für viele ist, ist zu verstehen.“

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