Zweiter Band von "Straßen in Nordhausen" erschienen

Die Geschichte einer Straße nachzuvollziehen, ist extrem aufwendig. Geschichtsforscher Rainer Hellberg hat sich die Arbeit gemacht. 51 Straßen erklärt er in einem Buch, das nun im Handel ist.

TA-Foto:Thomas Müller TA Rainer Hellberg mit neuem Buch über Straßen in Nordhausen Band 2 21.12.2010 in der Ricarda-Huch-Straße

TA-Foto:Thomas Müller TA Rainer Hellberg mit neuem Buch über Straßen in Nordhausen Band 2 21.12.2010 in der Ricarda-Huch-Straße

Foto: zgt

Nordhausen. 68 Straßen gab es zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Nordhausen. Heute sind es 344. Genügend Stoff für ein umfängliches Werk, wie es derzeit Rainer Hellberg erarbeitet. Im vorigen Jahr legte er den ersten Band seiner "Straßen in Nordhausen" vor. Nun ist der zweite vollendet. Und – ohne zu übertreiben – wieder ein Nachschlagewerk erster Güte geworden. Besonders das Bildmaterial zu den einzelnen Texten lässt sich sehen und ist teilweise nie veröffentlicht worden. Manch beschriebene Straße allerdings existiert heute nicht mehr in ihrer früheren Form. So zeigt das Buch eine belebte und komplett bebaute Kutteltreppe. Geblieben ist nur die Treppe, Gebäude verschwanden.

Aber woher stammt der Name? Er sei, so Hellberg, auf die drei Schlacht- und Wursthäuser zurückzuführen, die an der Treppe standen. Sie seien Kuttelhäuser genannt worden. Nach Personen benannte Straßen lassen sich etwas leichter erklären. So erinnert zwischen dem Ortsteil Salza und dem Stadtpark die Ricarda- Huch-Straße an eine frühere Schriftstellerin. Zuvor allerdings war die gesamte Siedlung nach Größen der nationalsozialistischen Sturmabteilung SA benannt, weil sie auch in dieser Zeit entstanden war. Es ist übrigens nicht die einzige Straße, die diesen Wandlungen unterlag. So führte die Grimmelallee schon etliche Namen. Je nach Zeitgeist hieß sie nach Horst Wessel oder Lenin. Mehr erfahren wir über den Geiersberg, der nichts mit Geiern, sondern mit einem Familiennamen zu tun hat. Aber lesen Sie selbst.

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