Zweiter Corona-Todesfall im Landkreis Nordhausen

Nordhausen.  Im Südharz sind mittlerweile 45 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Eine 79-Jährige ist am Freitag verstorben.

Symbolbild

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Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Die 79-jährige Bewohnerin einer Bleicheröder Pflegeeinrichtung, die am Donnerstag mit einem begründeten Corona-Verdacht ins Südharz-Klinikum eingeliefert wurde, ist am Freitag verstorben. Dies teilte Landkreis-Sprecherin Jessica Piper mit. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog

Inzwischen testet das Gesundheitsamt weitere Bewohner der betroffenen Pflegeeinrichtung in Bleicherode auf eine mögliche Corona-Infektion. Weitere Kontaktpersonen, beispielsweise im Personal der Einrichtung, stehen unter häuslicher Quarantäne. Der Bereich des Katastrophenschutzes des Landkreises stellt der Pflegeeinrichtung weitere zusätzliche Schutzausrüstung zur Verfügung. Der Träger der Einrichtung versucht, durch Kontaktvermeidung und räumliche Trennung einer Ausbreitung der möglichen Infektion entgegenzuwirken.

Zudem bestätigten sich am Freitag vier weitere Corona-Infektionen, womit die Fallzahl jetzt bei 45 betroffenen Landkreisbewohnern liegt. Mit den Ereignissen der vergangenen Tage hat sich aus Sicht des Krisenstabs und des Gesundheitsamtes die Lage deutlich verschärft, und die Infektion schreitet wie befürchtet weiter voran. Allerdings zeigen die Nachbarlandkreise im Harz und auch das Eichsfeld deutlich höhere Fallzahlen, weshalb die Nordhäuser Kreisverwaltung die Einwohner zu deutlicher Vorsicht rät.

So gibt es im Eichsfeld gut doppelt so viele nachgewiesene Infektionen wie im Landkreis Nordhausen, und der Landkreis Göttingen hat sich zu einem Hotspot der Pandemie in Niedersachsen entwickelt - hier liegen die Fallzahlen bei über 650 Infektionen, wobei allein die Stadt Herzberg mit rund 200 Fällen betroffen ist. Insgesamt sind im Landkreis Göttingen schon über 30 Corona-Erkrankte verstorben. Bei den zuletzt nachgewiesenen Infektionen im Landkreis Nordhausen zeigten sich auch Kontaktüberschneidungen in die genannten Nachbarkreise, wobei nicht immer die Ursprungsquelle der Infektion nachvollziehbar war.

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