20 Jahre Landschaftspflege mit Baumpflanzung gefeiert

Weißensee. Der Weißenseer Verein mit 100 Mitgliedern heißt nicht nur Initiative, er lebt dieses Engagement für das Gemeinwohl auch vor.

Johannes Selle, Andrea Fritsche und Peter Albach (vorn von links) schritten zur Tat und pflanzten auch eine Traubeneiche, den Baum des Jahres 2014. Foto: Armin Burghardt

Johannes Selle, Andrea Fritsche und Peter Albach (vorn von links) schritten zur Tat und pflanzten auch eine Traubeneiche, den Baum des Jahres 2014. Foto: Armin Burghardt

Foto: zgt

"Wir feiern heute nicht das 20-jährige Bestehen unseres Vereins. Wir feiern 20 Jahre Erfolge", sagte die Vorsitzende der Initiative Landschaftspflege Weißensee gestern stolz. Es war auch eigentlich schon die zweite Feier, denn zum Tage - im Februar - hatte es eine kleine Runde nur mit den noch lebenden Gründungsmitgliedern gegeben.

Schon damals hatte Fritsche betont, die große Feier für alle würde nachgeholt. Gestern nun gab es drei Fässer Freibier. Eins vom Verein, eins von der Brauerei und eins von der Vorsitzenden selbst ("Dafür, dass ihr mich 20 Jahre ertragen habt!").

Zuvor musste aber noch gearbeitet werden und das nicht nur, um die Feier vorzubereiten. Schon traditionell wurden zwei Bäume gepflanzt, einmal eine Traubeneiche als Baum des Jahres und dann noch als seltener Baum eine Säulen-Blutbuche.

"Inzwischen haben wir schon so um die 80 Bäume auf dem Gelände rund um den Gondelteich gepflanzt", erklärte Fritsche ein Tätigkeitsfeld der 110 Vereinsmitglieder. Der Baum-Lehrpfad (Arboretum) wächst also weiter. "Der größte Teil ist auch professionell beschildert. Dafür haben sich Sponsoren und Privatleute engagiert", freute sich die Vereinsvorsitzende.

Initiative plant jetzt noch eine italienische Allee

Den größten Erfolg in den 20 Jahren Vereinsgeschichte sieht sie darin, dass aus dem als Baracke übernommenen Vereinsdomizil ein massives Schmuckstück geworden ist, mit gepflegtem Umfeld, Stauden- und Kräutergarten, landwirtschaftlicher Ausstellung. "Das alles kann sich sehen lassen und ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass wir gute Kinder- und Jugendarbeit leisten können. Für Kitas und Schulen rundherum sind wir eine feste Größe!"

Als echtes Kleinod lade das Terrain viele zum Verweilen ein - nicht ausschließlich Weißenseer. Vom Tatendrang der Landschaftspfleger künden auch die Bäume an der Sömmerdaer Straße, die Ulmenalle, Pflanzungen Am Kainsberg und Im See sowie zuletzt 14 Rotdorne zur Aufwertung im Umfeld eines Discountmarktes. "Das sind Sachen, die Weißensee gut zu Gesicht stehen, die aber ohne uns nie realisiert worden wären", so Fritsche. Demnächst soll die Landwirtschaftsschau da, wo der Zahn der Zeit genagt hat, wieder aufgeflottet werden. Auch eine große Pflanzaktion ist vorgesehen. Eine italienische Allee soll entstehen, gesäumt mit Pyramidenpappeln. Fritsche: "Das wird ein Hingucker für Weißensee!"

Bürgermeister Peter Albach (CDU) strich den Eifer der Jubilare hervor, die sich mit "Initiative" schon den richtigen Namen gegeben hätten. Vor lauter Vertrauen in die eigenen Kräfte hätten sie sogar vergessen, im Rathaus die für Jubiläen mögliche Förderung zu beantragen. Das bügelte Albach gern aus, überreichte im Namen der Stadt einen Scheck über 500 Euro.

Weitere 2000 Euro brachte Kati Rodler von der Sparkasse Mittelthüringen mit.

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