Abrisshaus in Buttstädt kommt endlich weg

Buttstädt  Buttstädt hat kurzfristig Fördermittel für den Abriss des Hauses Kirchberg 3 bekommen. Und auch die erforderliche Hangsicherung kann erfolgen.

Das Abrisshaus in Buttstädt

Das Abrisshaus in Buttstädt

Foto: Jens König

Manchmal geht, was langen Anlauf nehmen musste, am Ende dann doch ganz fix. Noch in diesem Jahr soll die Bauruine Kirchberg 3 verschwinden. Die baufällige Immobilie neben den Kirchtreppen ist nicht mehr zu retten. Ein erneutes Gutachten hat, so Bürgermeister Hendrik Blose (CDU), bestätigt, dass das denkmalgeschützte Haus nicht mehr zu sanieren ist. Seit Jahren hat sich die Stadt Buttstädt bemüht, für den Abriss Fördermittel aus einem Rückbau-Programm im Zusammenhang mit Auswirkungen des demografischen Wandels zu bekommen. Am 14. August hat Blose, inzwischen Bürgermeister einer Landgemeinde, den Bescheid zu Abriss und Hangsicherung erhalten. Pferdefuß daran: Eile ist geboten. Das Fördergeld kommt unverhofft Es handele sich nämlich um anderswo nicht genutzte Mittel aus den Jahren 2015 bis 2017. Die Maßnahme muss deswegen noch im Jahr 2019 gegenüber der Förderstelle abgerechnet werden. „Das ist sehr sportlich“, sagt Blose. Denn nach dem Bescheid mussten ja erst noch die Ausschreibung und die Submission und schließlich die Vergabe erfolgen. Submission war am 19. September. Die Vergabe erfolgte im Landgemeinderat am 30. September. „Wir sind sehr froh, überhaupt Firmen gefunden zu haben, die sich der Sache so kurzfristig noch annehmen wollen“, erklärte Blose in der Sitzung. Diese hätten zudem signalisiert, die jeweiligen Aufgaben im aufgemachten engen Zeitfenster realisieren zu können – falls es keine größeren hinderlichen witterungstechnischen Beeinträchtigungen geben sollte. Die Aufgabe ist nicht ohne. Neben dem Abriss muss dafür Sorge getragen werden, dass im gleichen Atemzug der oberhalb liegende bebaute Hang gegen ein Abrutschen gesichert wird.

„Wir möchten so schnell wie möglich beginnen“, untermauerte Bauamtsleiter Klaus Hannes die Dringlichkeit des Beschlusses. Die Gemeinderatsmitglieder erteilten danach auch die Zuschläge für die in drei Lose aufgesplittete Leistungen.

Demnach soll die Firma SRG Sondershausen für 31.892 Euro laut einstimmigem Votum die reinen Abbrucharbeiten vornehmen. Den Auftrag für die Hangsicherung erhielt (ebenso ohne Gegenstimme oder Enthaltung) die Firma Spezialbau Erfurt für ihr Angebot von 143.280 Euro. Das Los für die Oberflächenbegrünung inklusive Regenwassermanagement ging bei einer Enthaltung an die Buttstädter Dachdeckerfirma Heiko Czichos als günstigsten Bieter. Die dafür veranschlagten Kosten belaufen sich auf knapp 32.600 Euro.

Maßnahmebeginn soll, so hieß es in der Landgemeinderatssitzung, möglichst am 14. Oktober sein. Das ist der kommende Montag.

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