Alle für „privilegierte Partnerschaft“

Rastenberg  Beim Dauer-Knatsch um die Zukunft der Verwaltungsstrukturen im Raum Kölleda/Rastenberg scheint es einen Durchbruch gegeben zu haben.

Kölleda aus der Luft (Symbolbild)

Kölleda aus der Luft (Symbolbild)

Foto: Marco Kneise

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Bürgermeisterin Beatrix Winter (Wählergemeinschaft Gemeinsam für Rastenberg) wechselte am Montagabend direkt aus der Bürgermeisterrunde der Verwaltungsgemeinschaft Kölleda in den Rastenberger Stadtrat – und das augenscheinlich bester Laune.

Beim Dauer-Knatsch um die Zukunft der Verwaltungsstrukturen im Raum Kölleda/Rastenberg scheint es einen Durchbruch gegeben zu haben. Alles sieht danach aus, als sollte es in der derzeit (noch bis zum Samstag) laufenden ergänzenden Anhörung zum Entwurf des Thüringer Gesetzes zur freiwilligen Neugliederung kreisangehöriger Gemeinden im Jahr 2019 eine gemeinsame Stellungnahme aller betroffenen Kommunen geben. Dies sind die Städte Kölleda und Rastenberg mit allen ihren jeweiligen Ortsteilen sowie die Gemeinden Großneuhausen, Kleinneuhausen und Ostramondra.

Kleinster sich abzeichnender gemeinsamer Nenner ist, dass der Austritt der Stadt Kölleda zum 1. Januar 2021 vollzogen und die Mini-Verwaltungsgemeinschaft der restlichen Mitglieder erhalten bleibt. Vermieden werden soll allerdings, dass sowohl Kölleda als auch die Rest-VG jeweils eine „Vollverwaltung“ bilden. Vielmehr soll über Zweckvereinbarungen – im Anhörungstext wird von einer „Auseinandersetzung“ gesprochen – geregelt werden, dass die Aufgabenbereiche immer nur einmal besetzt werden, sich am (aufzuteilenden) Personal zahlenmäßig nichts ändert.

Die Rede ist, so schilderte es VG-Chef Sebastian Lepka, von einer „privilegierten Partnerschaft“. Nach ersten Gedankenspielen könnten Bau- und Ordnungsamt zur Stadt Kölleda kommen, Personal- und Finanzverwaltung zum Beispiel bei der VG verbleiben.

Genaueres müssen Verhandlungen ergeben. In diesen könnte es auch um den Sitz der Rest-VG und später einmal auch um einen neuen Namen gehen.

Rastenbergs Stadtrat hat die Bürgermeisterin am Montag einstimmig zur Abgabe einer Stellungnahme diesen Inhalts bevollmächtigt.

Beatrix Winter hatte darauf gedrängt, dass sich das nach der Wahl völlig neu formierte Gremium in dieser Frage selbst positioniert. Das ist nun erfolgt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.