Alter Gemeindesaal in Elxleben wird dem Boden gleichgemacht

Elxleben  Abrissarbeiten in Elxleben sind in vollem Gange. Landkreis investiert in Schulhof 70.000 Euro

Der Landkreis investiert in den Abriss des alten Gemeindesaales rund 70.000 Euro.

Der Landkreis investiert in den Abriss des alten Gemeindesaales rund 70.000 Euro.

Foto: Annett Kletzke

Vom ehemaligen Gemeindesaal in Elxleben ist nicht mehr viel zu sehen. „Der Abriss ist in vollem Gange“, heißt es dazu aus dem Landratsamt in Sömmerda.

Wie Pressesprecherin Ursula Tunze informiert, haben die Arbeiten in den Herbstferien begonnen. Der Start war dabei nicht einfach. „Durch Schadstoffbelastungen in der alten Bausubstanz des ehemaligen Gemeindesaals mussten erst per Hand die betroffenen Bauteile entfernt werden, bevor mit Bagger und ähnlichem Gerät gearbeitet werden konnte“, berichtet sie. Jetzt zeichne sich ein Ende ab. Aller Voraussicht nach sollen die Arbeiten nächste Woche abgeschlossen werden.

Nach dem Abriss soll ein Vermessungsbüro die Grenzverläufe zu den Nachbargrundstücken vermessen und abstecken. Weiterführend wird dann mit dem letzten Bauabschnitt des Schulhofes begonnen. Doch schon jetzt bittet Ursula Tunze um Geduld. „Aufgrund der hohen Auslastung der beauftragen Firma werden die Arbeiten erst ab Januar 2020 fortgeführt“, kündigt sie an. Je nach Witterung sei mit der Fertigstellung des Schulhofes die volle Nutzung erst ab März 2020 möglich.

Vom Bushalt zur Schule durch den Park

Für Schüler und Lehrer ist der Abriss mit Einschränkungen verbunden. Wie es aus dem Landratsamt heißt, muss die Zuwegung von der Bushaltestelle zur Schule zeitweise über die Grünfläche der Parkanlage geführt werden.

Der Landkreis investiert in den Abriss und damit in den letzten Bauabschnitt in der Elxlebener Regelschule rund 70.000 Euro. Insgesamt hat der Kreis in den Schulstandort Elxleben fünf Millionen Euro investiert.

Wäre es nach dem Schulträger, dem Landkreis, gegangen, dann wäre der Abriss längst unter Dach und Fach. Die Elxlebener waren es, die den Saal wieder nutzbar und ins Eigentum der Gemeinde überführen wollten. Sie wünschten sich einen Veranstaltungsort für private Feierlichkeiten. Deshalb hatte im Dezember 2018 der Gemeinderat den Bürgermeister beauftragt, mit dem Landkreis Verhandlungen zur Rückübertragung des Gebäudes aufzunehmen. Das Schulverwaltungsamt hatte daraufhin die Arbeiten gestoppt. Im März überreichten die Bürger Landrat Harald Henning eine Liste mit Unterschriften für den Erhalt des Saales. Daraufhin wurde ein Statiker ins Boot geholt. Dieser hatte die Kosten für die Sanierung inklusive für den Rückkauf der Immobilie auf 800.000 Euro geschätzt. „Das Geld haben wir nicht“, gab daraufhin Bürgermeister Heiko Koch zu verstehen.

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