Auf den Thüringentag folgt der Neubau des Freibads

Sömmerda.  Der Thüringentag 2019 hat Sömmerda laut Bürgermeister Ralf Hauboldt nachhaltig bekannt gemacht und nicht ins finanzielle Fiasko gestürzt.

Der Festumzug in Gluthitze wird vom Thüringentag 2019 in Sömmerda in Erinnerung bleiben. Nächsten Donnerstag ist nun Kassensturz im Stadtrat.

Der Festumzug in Gluthitze wird vom Thüringentag 2019 in Sömmerda in Erinnerung bleiben. Nächsten Donnerstag ist nun Kassensturz im Stadtrat.

Foto: Jens König

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2019 war für Sömmerda das Jahr des Thüringentags, 2020 wird das des Badbaus sein. So lässt sich die Jahresbilanz von Sömmerdas Bürgermeister Ralf Hauboldt (Linke) verknappt darstellen.

Thüringentag war ein Erfolg

Er müsse alle enttäuschen, die schon immer gemeint hätten, dass das große Landesfest Sömmerda in große finanzielle Probleme stürzen werde, betonte Hauboldt. Diese Meinung stütze die Abrechnung nun wirklich nicht. „Wir sind immer handlungsfähig geblieben“, betont der Bürgermeister. Letzte Gespräche zu einigen noch ausstehenden kleineren Rechnungen mit der Staatskanzlei stünden noch aus, doch würde deren Ergebnis nichts Grundlegendes ändern. Die exakten Zahlen will Hauboldt erst in der nächsten Stadtratratssitzung vorstellen.

Er sieht den Thüringentag rückblickend als überaus gelungen an. „Ich habe ausschließlich positive Resonanzen erhalten“, sagt er. Er geht davon aus, dass Sömmerda in seiner Außenwirkung von dem Großereignis nachhaltig profitieren wird.

Badneubau große Aufgabe in 2020

Im Umfeld des Thüringentags war auch der Anstoß zum 2020 prägenden Vorhaben gegeben worden. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) war dabei, als der symbolische 1. Spatenstich für die Sanierung des städtischen Freibads erfolgte. Derzeit laufen die notwendigen Abrissarbeiten auf Hochtouren, weiß Hauboldt. Man liege im gesteckten Zeitplan. In der nächsten Phase seien die Ausschreibungen bereits erfolgt. Nächstes Jahr werde gebaut und im Frühjahr 2021 sei Eröffnung. „Wir sehen sehr wohl, dass ringsum die Bäder schließen“, sagt Hauboldt. Insofern habe Sömmerda mit der Bewilligung von Fördermitteln „den großen Coup gelandet“.

Die reinen Arbeiten am neuen städtischen Freibad werden ergänzt um die Nahwärmeprojekte am Rohrhammerweg mit dem Bau eines Blockheizkraftwerks.

Erste Ideen gebe aus auch bereits zur Neuordnung der Parkplatzsituation. Diese beinhalteten unter anderem die Beibehaltung eines großen öffentlichen Bereichs für Veranstaltungen und Feste sowie den Bau eines Caravanstellplatzes und in der Nähe des Stadtparkspielplatzes die Errichtung von öffentlichen Toiletten.

Die Umsetzung soll 2021 nach der Fertigstellung des Bades in Angriff genommen werden. „Der Zugang zum Bad bleibt natürlich immer gewährleistet“, verspricht Hauboldt.

Weitere Vorhaben

Weitere Großvorhaben werfen in 2020 ihre Schatten voraus. Allein die Planungskosten für einen Neubau der Kindertagesstätte „Flax und Krümel“, die letzte zu sanierende städtische Kita, belaufen sich auf 500.000 Euro. Nach langwierigen Abstimmungen mit den Fördermittelgebern stehe nun fest, dass neu gebaut werden dürfe, was auch günstiger komme. Hauboldt rechnet dennoch mit Baukosten von etwa 5 Millionen Euro. Es soll einen Wettbewerb zu dem Projekt geben.

Auch Altstadtsanierung und LED-Umstellung der Straßenbeleuchtung (in einigen Ortsteilen) sollen weiter fortschreiten.

Ausgewiesen werden soll zudem ein neues Wohnbaugebiet. „Am Gartenberge“ sieht Hauboldt in den nächsten 2 bis 3 Jahren erste Baubewegungen. Die Stadt will erneut mit der Landesentwicklungsgesellschaft zusammenarbeiten. Platz biete das neue Wohngebiet für etwa 80 Einfamilienhäuser. Erste Interessenbekundungen lägen vor.

Was aus allen Vorhaben wird, hängt auch von der Haushaltsplanung ab. Derzeit, so Hauboldt, liefen die Feinplanungen. Auch gestern saß man in einer Abstimmungsrunde zusammen. Hauboldt: „Die Kreisumlage tut uns richtig weh.“

Stadtratssitzung Sömmerda, Donnerstag, 12. Dezember, ab 16.30 Uhr, Volkshaus

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