Ein Vierteljahrhundert Vereinsgeschichte in Kölleda

Kölleda.  Die geplante Feier zum Gründungsjubiläum des Kölledaer Kultur-und Museumsvereins musste ausfallen. Nun hoffen alle auf die Sommerfeste.

Die Gründungsversammlungs des Kultur-und Museumsvereins Kölleda am 22.3.1995. Eine geplante öffentliche Feier zum Jubiläum musste ausfallen.

Die Gründungsversammlungs des Kultur-und Museumsvereins Kölleda am 22.3.1995. Eine geplante öffentliche Feier zum Jubiläum musste ausfallen.

Foto: Kultur-und Museumsverein Kölleda

Vor 25 Jahren, exakt am 22. März 1995, trafen sich 25 interessierte Bürger Kölledas, um im neu eröffneten Heimatmuseum einen Verein zu gründen, der das Museum und das kulturelle Leben der Stadt beleben sollte. Am Sonntag, dem 22. März 2020, wollte der Verein sein Jubiläum mit vielen Gästen feiern. Doch die Veranstaltung musste abgesagt werden, wie so viele andere auch. Nun will der Verein auf diesem Weg an ein Vierteljahrhundert Vereinsgeschichte erinnern, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Es gab viele Ideen bei der Gründung und alle hatten sich Gedanken über das Anliegen und die Aufgaben des Vereins gemacht. Besonders engagiert brachten sich damals Keven Forbrig, Ursula Winkelmann und Wolfgang Freybote ein. Es mussten die Öffnungszeiten im Museum abgedeckt werden, der Museumsgarten wurde gestaltet und die Ausstellung ergänzt. Zum Glück halfen fleißige ABM-Angestellte dabei.

Zu denen, die von Anfang an im Verein waren und noch heute Mitglieder sind, gehören Eckard Bauer, Michael Beck, Keven Forbrig, Kirstin Freybote, Helga Scherl und Heide Stottmeier. Seit 25 Jahren arbeiten auch Wolfgang Freybote, Gunter Künzler und Yvonne Heinze mit, heißt es weiter in der Vereinsmitteilung.

Verein bietet von Festenbis Kartenspiel vieles an

Das 1. Museumsfest fand im September 1995 statt. Weihnachten standen Chormusik und Kinderbasteln auf dem Programm. In den ersten fünf Jahren etablierten sich einige Traditionsveranstaltungen, wie das Ostereiersuchen der Vorschulkinder, das Lichterfest, das Museumsfest und der Advent im Museum. 1999 gründete sich der Chor unter Leitung von Anette Fischer und trug viel zu den kulturellen Höhepunkten bei.

Bis 2016 organisierten die Sänger viele Konzerte und gestalteten jedes Jahr den Chorfasching. Unter der Leitung von Natalie Jedigarjew boten die Sängerinnen und Sänger ein anspruchsvolles Repertoire.

Im Jahr 2000 richtete die Stadt Kölleda auf Initiative der Familie Kunze ein weiteres Museum, das Funkwerkmuseum, ein. Der Verein beteiligte sich tatkräftig an der Gestaltung der technischen Ausstellung. Besonders engagierte sich der damalige Vorsitzende Klaus Hofmann. Mit Hilfe von ABM-Angestellten und den Mitgliedern wurde in einem Raum sogar ein Internetcafé betrieben, denn damals hatte noch nicht jeder einen Computer.

Im Jahre 2002 gründete sich der Kunstkurs unter der Leitung des Vereinsmitglieds Franz Egner. Seitdem gestalteten die Mitglieder viele Ausstellungen, unter anderem in den Kölledaer Museen, jährlich im Hohen Haus von Schloss Beichlingen, in Sömmerda, in Rastenberg, in Eibenstock, in Jena und in Bad Sulza. Jeden Mittwoch wird gemeinsam gemalt und in Workshops das künstlerische Wissen erweitert.

Donnerstagnachmittag treffen sich einige Frauen zu einer unterhaltsamen Kartenspielrunde. Für die Betreuung und Gestaltung der Museen arbeiten Wolfgang Freybote, Michael Beck und Frank Bechstedt zusammen. Bärbel und Jürgen Oehler kümmern sich mit Maren Kestner um den Garten und stehen auch, so wie Martin Fröde, für Führungen in den musealen Räumen bereit.

Viele Vereinsmitglieder, heißt es in der Mitteilung weiter, sind tatkräftig bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen dabei. Der „Wippertus“ alias Rolf Zienecke unterstützt die Unternehmungen.

Vereinsvorsitzende ist Kirstin Freybote, ihr zur Seite stehen als Stellvertreter Bernhard Schorcht und Wolfgang Freybote. Barbara Oehler führt die Finanzen und Petra Zuter ist Schriftführerin.

Seit 2019 arbeitet der Kultur- und Museumsverein mit dem Verein „Gemeinsam für Kölleda“ zusammen und kann dadurch weiterhin seine Gäste im Museum und im Garten begrüßen. Ebenfalls hält der Verein zu den anderen Museen, dem Trabantmuseum und dem Uhrenmuseum, Verbindung und unterstützt das Wippertusfest.

In Zusammenarbeit mit der Bibliothek und der Wippertus-Apotheke bietet der Verein Veranstaltungen an. Auch für dieses Jahr sind einige Höhepunkte geplant und alle Mitglieder hoffen, dass es die Situation zulässt, dass das Lichterfest und das Museumsfest gefeiert werden können.