Einstein-Schüler Sömmerda: Nach kreativer Arbeit in die Ferien

Sömmerda  Drei Kulturagenten- und weitere Projekte als Probelauf für den Tag der offenen Tür

Hip Hop-Tänzer Andjelo Stankovic hatte mit den Sechsklässlerinnen der Gemeinschaftsschule „Albert Einstein“ Sömmerda etliche Fans an seiner Seite. Ehe es ans Tanzen ging, wurde die Performance besprochen.

Foto: Ina Renke

Unterrichtsstress vor den Winterferien? Nicht in der Gemeinschaftsschule „Albert Einstein“. Dank des viertägigen Kulturagenten-Projektes fällt der Abschied vom ersten Schulhalbjahr nicht so schwer. Wenn die 324 Schüler heute ihre Halbjahreszeugnisse erhalten, liegt eine abwechslungsreiche Woche hinter ihnen.

Dorothee Bucher hatte für verschiedene Altersgruppen drei besondere Projekte im Programm „Kulturagenten für kreative Schulen Thüringen“ ausgewählt. Die Künstler Nora Kühnhausen (Malerei/Grafik), Kay Kalytta (Percussion) und Andjelo Stankovic (Hip Hop-Tänzer) sorgten in den Klassenstufen 5, 6 und 9 für den etwas anderen Unterricht.

Der Schulflur in der 2. Etage erhielt in Zusammenarbeit mit Nora Kühnhausen und der Klassenlehrerin sowie Kulturbeauftragten Sabine Dietrich von malbegeisterten Schülerinnen ein neues, frisches Outfit. Dass die „Einsteiner“ kreative Schüler sind, beweisen die künstlerische Ausgestaltung des Schulhauses, des Pausenhofes und der Turnhalle. Mädchen und Jungen der Klasse 8a sorgten mit ihrer Lehrerin Ingrid Schwarz in dieser Woche für die Gestaltung einer zuvor kahlen Wand mit Höhlenmalereien. „Jetzt kommt auch die Vitrine mit Schüler-Projektarbeiten besser zur Geltung“, zollte Schulleiterin Karola Hirschfeld Anerkennung.

Im Musikkabinett ging es alles andere als klassisch zu. Hip Hop-Tänzer Andjelo Stankovic begeisterte größtenteils die Mädchen der 6a für das Einstudieren von Tänzen. Schülerin Alma Kresin war begeistert: „Es macht richtig Spaß und unsere Schule kreativer.“ Auch ihre Klasse zeigte später in der Turnhalle, was sie an vier Tagen gelernt hatte.

Klassenlehrer Philipp Häse musste seinen Schützlingen der 5b Geschick und Musiktalent konstatieren. Aus 20 Bausätzen fertigten die Fünftklässler je ein personifiziertes Cajon. Trommel-Künstler Kay Kalytta studierte mit den Schülern zwei Songs ein, die sie mit akustischen Klängen des Cajons begleiteten.

Ihrer Heimatstadt Sömmerda widmeten sich unter anderem die Schüler der Klasse 8a. Mit der Kamera entdeckten und dokumentierten sie volle und leere Orte der Stadt, bannten die verschiedensten Türen in ihrem Heimatort auf Fotos.

Ein neues Kreativangebot für die außerschulische Zeit am Nachmittag stellte Marion Lenz interessierten Schülern vor. Tontöpfe und Kacheln wurden in Serviettentechnik verziert.

Die Ergebnisse der Projekttage sollen zum Tag der offenen Tür am 22. Februar präsentiert werden. Den Probelauf dafür gab es gestern Mittag in der Turnhalle. Mit von der Partie waren auch die Jüngsten der Gemeinschaftsschule.

Die Schüler der Klassenstufen 1 und 2 verfassten zusammen mit ihren freundlichen Helfern (Buddys) der Neunten ein eigenes Schullied. „Unsre Schule, die ist toll, ob für Groß oder für Klein. Gemeinsam sind wir stark, keiner ist hier allein. Wir halten fest zusammen, dann gibt‘s auch keine Pannen“, trällerte es aus den kleinen Kehlen, sichtlich zur Freude der Lehrerschaft. Auch die Tanzaufführung der Kleinen wurde mit viel Beifall bedacht.

Am 19. Februar gibt es einen sogenannten Schnuppertag für die Viertklässler der Region an der Einsteinschule, blickt Schulleiterin Karola Hirschfeld voraus. Am Freitag, dem 22. Februar, können sich interessierte Eltern und Schüler über die Arbeit an der staatlichen Gemeinschaftsschule – eine weitere Gemeinschaftsschule im Landkreis gibt es in Trägerschaft der Stiftung Finneck in Rastenberg – informieren.

22. Februar, 17.30 bis 20 Uhr, Tag der offenen Tür, TGS Albert Einstein in Sömmerda

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