Elegante Lösung für Kölledaer IG3-Zweifel: Straße außen vor

Kölleda.  Brücke? Unterführung? Eine Straße, die von jeder Seite eine Sackgasse ist. Alles keine Lösungen, die in Kölleda auf Gegenliebe stießen.

Die zur Vertragsunterzeichnung im Jahr 2013 vorgestellte Karte zum Industriegebiet Sömmerda/Kölleda (gelbe Fläche).

Die zur Vertragsunterzeichnung im Jahr 2013 vorgestellte Karte zum Industriegebiet Sömmerda/Kölleda (gelbe Fläche).

Foto: Peter Hansen

Nach Sömmerdas Stadtrat hat jetzt auch der Kölledaer den Billigungs- und Auslegungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 1/13 Industriegebiet „IG3“ Sömmerda/Kölleda gefasst. Die Anlagen 4 und Umweltbericht/Grünordnungsplan) und 5 (Studien und Fachgutachten) können im Bauamt eingesehen werden. Das rund 100 Hektar umfassende Industriegebiet, dessen Entwicklung zuletzt ins Stocken geriet, schließt auf Kölledaer Seite an die Kiebitzhöhe an, Sömmerda ist mit Stödtener Flächen beteiligt.

Keine Sackgassen

Noch im April war die Vorlage in Kölleda durchgefallen. Knackpunkt war damals der geforderte zusätzliche Bahnanschluss für das Industriegebiet. Vor allem um die Querung der Straße vom Kreisel Dermsdorf zum Kreisel Frohndorf gab es Kontroversen. Die Bahn lehnte eine bodengleiche Variante (Bahnübergang ab), eine Brücke oder eine Unterführung hätten zu einer Kostenexplosion geführt. Die Variante, die Straße auf beiden Seiten vor der Bahnquerung zu kappen und auf diese Weise zwei Sackgassen zu schaffen sowie eine Umfahrung durch das Industriegebiet zu planen, stieß auf erbitterten Widerstand.

Bahntrasse nur eine Option

Die Lösung jetzt ist relativ elegant: Der Streitpunkt ist ausgeklammert. Die Straße bleibt außerhalb des vom Beschluss tangierten Areals. Ein Korridor, der eine Bahntrasse aufnehmen könnte, ist zwar eingezeichnet, doch geht zurzeit niemand davon aus, dass er benötigt wird. „Es gibt bereits einen Bahnanschluss“, sagt Bürgermeister Lutz Riedel (SPD). Und Harro Probst (BIK) ergänzt, dass die Stadt diesen, jetzt kaum genutzt, für teures Geld habe bauen lassen müssen.

Im Stadtrat kam die geänderte Beschlussvorlage – mit Stand Juli 2019 – auf 14 Zustimmungen. Drei Ratsmitglieder votierten gegen sie. Außerdem gab es eine Enthaltung.

Für Vorschläge offen

Nach der Billigung erfolgt nunmehr die Beteiligung der Öffentlichkeit sowie von Behörden, Institutionen und den Trägern der öffentlichen Belage. Ort und Zeit der Auslegung der Unterlagen werden bekannt gemacht.

Im Beteiligungsverfahren können u.a. auch Vorschläge zu Ausgleichsmaßnahmen gemacht werden.

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