Fahren muss man trotzdem können!

Ich habe beim Autokauf darauf verzichtet – für den Großteil der automobilen Bevölkerung ist sie unverzichtbar – die Einparkhilfe. Auf einem Monitor kann das hinten stehende Auto beobachtet ...

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Ich habe beim Autokauf darauf verzichtet – für den Großteil der automobilen Bevölkerung ist sie unverzichtbar – die Einparkhilfe. Auf einem Monitor kann das hinten stehende Auto beobachtet werden, Sensoren melden zusätzlich, wenn es eng und enger wird. Es piept und pfeift – und nervt.

Wenn ich derartige Aktionen beobachte, drängt sich mir der Verdacht auf, dass bei einigen Verkehrsteilnehmern zum Führen des Fahrzeuges die Einparkhilfe vorgeschrieben ist – wie bei anderen die Brille. Ganz selten kommt es noch vor, dass mit einem Schub rückwärts eingeparkt wird – nur mit dem Schulterblick. Dann neige ich immer zu spontanem Applaus.

Ich habe live miterlebt, wie die ersten Einparkhilfen Gestalt annahmen. In der Garage von meinem Vater. Der baute einfach die bei russischen Kippern genutzten Hilfsmittel ans Auto. Auf den Kotflügeln ragten Stäbe zur Seite, mit denen die Breite der Wanne angezeigt, der Seitenabstand kontrolliert wurde. Massive Stoßstangen verhinderten, dass dem Kipper im Frontbereich etwas passierte. Für den Bereich hinten gab es einen Einweiser (meine Mutter).

Sein Corsa sah zwar aus wie ein für Mad Max gebautes Vehikel, hatte aber nie einen Kratzer im Lack. Styroporpolster vorn, Drähte mit Tischtennisbällen an den Seiten. Mit dem Ding eine Parklücke zu finden war eine echte Herausforderung.

Fahren musste man trotzdem können!

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