Feierliche Vorweihnachtszeit im Landkreis Sömmerda?

Landkreis.  Abgesagt, abgespeckt, in Planung: So steht es um die Weihnachtsmärkte in und um Sömmerda.

Ein Programm für den Sömmerdaer Weihnachtsmarkt, wie diese Feuershow im Jahr 2019, gibt es für dieses Jahr noch nicht.

Ein Programm für den Sömmerdaer Weihnachtsmarkt, wie diese Feuershow im Jahr 2019, gibt es für dieses Jahr noch nicht.

Foto: Jens König

Mit den steigenden Zahlen der Corona-Infektionen im Landkreis Sömmerda gelten erneut Einschränkungen bei öffentlichen Veranstaltungen. Was bedeutet das für die Planung von Weihnachtsmärkten und Adventsveranstaltungen in der Region?

Ob es in diesem Jahr einen Weihnachtsmarkt in Sömmerda geben wird, das ließe sich im Moment noch nicht sagen, berichtet Jennifer Schubert, Sprecherin der Stadt. „Im Moment laufen dazu gerade Gespräche, auch mit dem Gesundheitsamt, wie sich der Weihnachtsmarkt durchführen lassen kann“, sagt Schubert. Ein Programm für den Weihnachtsmarkt, der für die erste Dezemberwoche geplant sei, gebe es dementsprechend auch noch nicht.

Auch Matthias Schrot, Bürgermeister in Weißensee (parteilos), ist sich noch nicht sicher, ob in diesem Jahr ein Weihnachtsmarkt auf der Runneburg stattfinden kann. Wolfgang Lutz, Betriebsleiter der Runneburg, geht davon aus, dass es einen kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt am zweiten Adventswochenende geben wird, inklusive geregeltem Ein- und Auslasssystem. „Wenn die Restriktionen und Auflagen härter werden, dann brechen wir ab. Im Moment planen wir aber weiter“, sagt er.

Was es aber auf jeden Fall geben wird, ist ein Adventskalender auf dem Weißenseer Markt für die Grundschulkinder. „Der wird da ab dem 1. Dezember stehen, mit einer Überraschung in jedem Türchen jeden Tag“, versprach Bürgermeister Schrot.

Der lebendige Adventskalender in Rastenberg wird hingegen in diesem Jahr ausfallen. „Ich habe keine Lust für etwas verantwortlich zu sein, bei dem sich womöglich viele Leute anstecken“, sagte Monika Becker, Stadträtin (SPD-offene Liste) und Mitglied der Initiative Innenstadt von Rastenberg.

Den Weihnachtsmarkt, der am Rastenberger Rathaus immer am dritten Adventssonnabend geplant ist, wolle sie hingegen noch nicht absagen. Ob dieser in abgeschwächter Form stattfinde, unter welchen Auflagen und Bedingungen, darüber ist Monika Becker noch im Gespräch mit Bürgermeisterin Beatrix Winter (Wählergemeinschaft Gemeinsam für Rastenberg).

Ein Adventskalender ist auch in Kölleda geplant, teilte Antje Lippich von der Stadtverwaltung mit. Ob der traditionelle Nikolaustag am 6. Dezember im Rittergut indes stattfinden kann, sei jetzt noch nicht abzusehen: „Da müssen wir mal sehen, ob das in diesem Jahr etwas wird“, sagt sie.

Hendrik Blose (CDU), Bürgermeister von Buttstädt, geht im Moment davon aus, dass der Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende im gleichen Umfang wie auch im vergangenen Jahr gestaltet wird. „Sollte das Infektionsgeschehen im Landkreis es aber erforderlich machen, sind wir so flexibel, dass wir den Weihnachtsmarkt auch noch kurzfristig absagen können“, erklärt Blose.

Klaus Günther, Vorsitzender der Sport- und Spielgemeinschaft in Kindelbrück, hat kaum noch Hoffnung, dass der für den zweiten Adventssonntag geplante Weihnachtsmarkt dort stattfinden wird. „Ich gehe davon aus, dass die Veranstaltung unter den Bedingungen nicht durchgeführt werden kann“, sagt Klaus Günther.

Endgültig werde darüber in der kommenden Sitzung des Ortschaftsrates Ende Oktober entschieden.

Ausschlaggebend dafür, ob die Märkte tatsächlich durchgeführt werden können, ist letztlich das weitere Infektionsgeschehen und die damit verbundenen künftigen coronabedingten Einschränkungen.

Die aktuelle Allgemeinverfügung des Landkreises vom 15. Oktober gilt vorerst bis zum 31. Oktober.