„Fidelia“ eröffnet in Kannawurf ersten Straßenkarneval des Jahres

Kannawurf.  Kannawurf feiert ersten Karnevalsumzug und eröffnet die Faschingssaison in Thüringen. Überraschungen gab es viele.

Anja Lubatsch und Christian Güttel aus Bilzingsleben sind das neue Prinzenpaar des Kannawurfer Karnevalvereins.

Anja Lubatsch und Christian Güttel aus Bilzingsleben sind das neue Prinzenpaar des Kannawurfer Karnevalvereins.

Foto: Peter Hansen

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Ulla und Ronald Ruft sind gern spontan. Erst Samstagmorgen hatten sie vom Kannawurfer Karnevalsumzug im Radio gehört. Zur Mittagszeit waren die Günstedter Teil der bunten Narrenschar, die die Karnevalssaison in Thüringen offiziell eröffnet hat. „Wir haben nicht lange überlegt, schließlich liegt Kannawurf um die Ecke“, sagt Ulla Ruft und erzählt, dass die notwendigen Requisiten schnell zusammengesucht waren.

Enttäuscht wurde das Paar nicht. Beim Straßenumzug warteten die Mitglieder des Kannawurfer Karnevalsvereins (KKV) mit mehr als 20 Motiven auf. Bevor sich der bunte Zug in Bewegung setzte, wurde das Prinzenpaar der 64. Saison vorgestellt. Ortschaftsbürgermeister Sandro Knauf überreichte Kannawurfs neuer Fidelia, Anja Lubatsch, den Rathausschlüssel. An ihrer Seite trat Prinz Christian Güttel die Regentschaft an. Wie Anja wissen ließ, stammen beide aus Bilzingsleben, sind kein Ehepaar, dafür aber gut befreundet. In der 64. Saison wollen sie das Abenteuer als Prinzenpaar wagen, erklärte die neue Fidelia, die Thüringens ersten Straßenumzug des Jahres in Gang setzte.

Der bunte Zug bot viele Überraschung. Die Brötchenfrauen des KKV nahmen ihren Titel wörtlich und traten als Heiße Roster auf. Tiger und Löwen schwebten in einer Hebebühne über das Narrenvolk und führten einen Zirkuswagen an. Mit Manni, einem lebensgroßen Mammut, wurden die Zuschauer zurück in die Steinzeit gebeamt. Fred Feuerstein, Wilma und ihr Steinzeitmobil mit Fußantrieb zogen die Blicke auf sich. Witzig waren auch zwei Ein-Mann-Karussells, für die zwei Wagenräder umfunktioniert worden waren. Kannawurfs Kannenkönig Jens Berghof war genauso zu bewundern, wie die „Little Happy Feeds“. Narren unter anderen aus Orlishausen, Battgendorf, Scherndorf und Roßleben hatten sich ebenso unter das närrische Volk gemischt, wie Gäste aus Gorsleben, Heldrungen, Weißensee, Kindelbrück und Frömmstedt.

Zur Freude vieler Kinder wurde mit Konfetti und Kamellen nicht gespart. Dankbar ist KKV-Präsident Matthias Wolf den Landwirten Udo Wengel und Heribert Grohm. Sie stellten Räume für den Wagenbau zur Verfügung und halfen mit Zugmaschinen und Personal aus.

Mehr Bilder im Internet unter: ta-soemmerda.de

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