Gastgewerbe im Landkreis Sömmerda verliert Personal

Ein Kellner trägt zwei Teller mit Essen. Das Gastgewerbe leidet unter Personalmangel. Das Bild ist ein Symbol-Bild.

Ein Kellner trägt zwei Teller mit Essen. Das Gastgewerbe leidet unter Personalmangel. Das Bild ist ein Symbol-Bild.

Foto: Tobias Hase / dpa

Landkreis.  Wegen Corona haben sich viele Arbeitnehmer umorientiert. Die Gewerkschaft fordert attraktivere tarifliche Lösungen.

Im Zuge der Corona-Pandemie haben Hotels und Gaststätten im Landkreis Sömmerda einen erheblichen Teil ihres Personals verloren. Innerhalb des vergangenen Jahres hat jeder neunte Beschäftigte im Landkreis den Job als Koch, Hotelangestellte oder Servicekraft aufgegeben. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unter Verweis auf neueste Zahlen der Arbeitsagentur mit.

„Ausgerechnet in der Sommersaison fehlt einem Großteil der Betriebe das Personal, um die Gäste bewirten zu können“, sagt Jens Löbel von der NGG-Region Thüringen. Verantwortlich für das Problem seien insbesondere die Einkommenseinbußen durch die Kurzarbeit, die Hotel- und Gastro-Beschäftigte dazu gezwungen hätten, sich beruflich umzuorientieren.

Viele Probleme seien jedoch hausgemacht und älter als Corona – etwa die geringe Bezahlung und die ungeregelten Arbeitszeiten. Die Branche müsse durch Tarifverträge attraktiver werden, meint der Gewerkschafter Jens Löbel abschließend.