Handyfilme aus der Schule

Weißensee.  Produktionsteam von „Deutschland3000“ ist für Filmprojekt an die Regelschule Weißensee.

„Deutschland3000“-Redakteurin Victoria Reichelt (links) interviewt Theresa Fröde aus der 10. Klasse der Regelschule Weißensee, die ihre Antworten über ihre Erfahrungen mit Schule während der Coronapandemie mit dem Handy aufnimmt.

„Deutschland3000“-Redakteurin Victoria Reichelt (links) interviewt Theresa Fröde aus der 10. Klasse der Regelschule Weißensee, die ihre Antworten über ihre Erfahrungen mit Schule während der Coronapandemie mit dem Handy aufnimmt.

Foto: Friederike Vogel

Der Klassenraum an der Regelschule „Geschwister Scholl“ ist am Mittwoch zum Filmset geworden. Ein Team von „Deutschland 3000“, ein Kanal des jungen Angebots des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, kam an die Schule, um die Schülerinnen und Schüler zu ihren Erfahrungen während der Corona-Pandemie zu interviewen.

„Es ist ganz schön ungewohnt, sich selbst zu filmen“, sagte Theresa Fröde (15), eine von elf Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse, die an dem Filmprojekt teilnimmt. Sie habe sich außerdem gewundert, dass das Produktionsteam ausgerechnet an ihre Schule komme. Dafür gebe es mehrere Gründe, erklärte Victoria Reichelt, Redakteurin bei „Deutschland 3000“. Erstens sei Thüringen eines der wenigen Bundesländer, in denen aktuell noch keine Herbstferien seien. Außerdem, und das sei Reichelt noch wichtiger, wolle sie möglichst viele verschiedene Orte in Deutschland abbilden. „Und es geht darum zu zeigen, wie die Politik bei denen ankommt, die sie betrifft, also bei Schülerinnen, Schülern Lehrerinnen und Lehrern“, sagte Victoria Reichelt.

Schulleiter Carsten Winkler hat sofort angebissen, als die Anfrage kam. „Es ist ein Format, das die jungen Leute anspricht“ sagte er, und es schaffe gleichzeitig einen Zugang zum Umgang mit sozialen Medien.

Gefilmt wird bei dem Projekt nämlich nicht mit großer Kamera, sondern mit dem Handy. Theresa Fröde und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler beantworten Fragen und filmen sich selbst dabei. Konnten sie während der Schulschließungen gut zu Hause lernen? Wie hat die Technik funktioniert? Ihre Antworten wird es bald auf dem Instagram-Kanal von „Deutschland 3000“ geben. Die Filme seien auch eine gute Gelegenheit, dass die Jugendlichen auch mal zu Wort kämen, fand Theresa Fröde. „Falls die Schulen noch mal geschlossen werden muss, können wir jetzt auf die Probleme hinweisen“, sagte die 15-Jährige.