Im Gewerbegebiet Kölleda stehen die Zeichen auf Wachstum

Kölleda  Gute Nachrichten gab es zum Tag der offenen Tür bei den Firmen der Kölledaer-Kiebitzhöhe. Zahlreiche Besuchernutzen die Möglichkeit, um hinter die Kulissen der Unternehmen zu schauen.

Dirk Hesselbarth ist selbst Schlosser von Beruf. Der Betrieb Glocken- und Turmuhren Christian Beck zog damit sein besonderes Interesse auf sich. Hier zeigt er seiner Frau Simone und den beiden Töchtern Finja und Hanna eine mechanische Uhr aus dem Jahr 1907. 

Dirk Hesselbarth ist selbst Schlosser von Beruf. Der Betrieb Glocken- und Turmuhren Christian Beck zog damit sein besonderes Interesse auf sich. Hier zeigt er seiner Frau Simone und den beiden Töchtern Finja und Hanna eine mechanische Uhr aus dem Jahr 1907. 

Foto: Annett Kletzke

Innerhalb der letzten vier Jahre ist die Anzahl der Mitarbeiter bei der va-Q-tec AG von 100 auf 150 gestiegen. „Und die Zeichen stehen weiter auf Wachstum“, ließ Thomas Schwab, Leiter Operation, am Samstag wissen.

Die Produktionsfläche des Unternehmens, das seit 2008 in Kölleda ansässig ist, soll um 5000 Quadratmeter erweitert werden. Anfang nächsten Jahres sollen die Pläne für die Baugenehmigung eingereicht werden, hieß es. Den Tag der offenen Tür im Gewerbegebiet Kölleda-Kiebitzhöhe sah Schwab damit nicht nur als gute Möglichkeit an, die Produkte des Unternehmens vorzustellen, sondern auch um weitere Mitarbeiter zu gewinnen. Die va-Q-tec-AG ist ein Hersteller von Hochleistungs-Wärmedämmung, die in der Industrie, im Bau, bei Haushaltsgeräten, in der Pharmaindustrie und in vielen anderen Bereiche Anwendung findet.

Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Kühlboxen, die ganz ohne Strom auskommen, sorgten bei einem Rundgang von Landrat Harald Henning (CDU), Thüringens Sozialministerin Heike Werner (Linke) und Kölledas Beigeordnetem Helmut Probst (Freie Wähler) für staunende Gesichter. Vertreter aus Politik und Verwaltung, der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, der Kreishandwerkerschaft Weimar-Sömmerda sowie der Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung hatten sich angeschlossen.

Schon zur Eröffnung des Tages gab es gute Nachrichten. Das Autohaus Reifenstein, das bereits 1977 in Burgwenden aus der Taufe gehoben wurde und seit 1993 im Gewerbegebiet ansässig ist, hatte Grund zum Feiern. Der Tag der offenen Tür wurde mit der Einweihung einer neuen Ausstellungshalle für Produkte der Marke Stihl verbunden. Nach acht Monaten Bauzeit stand die Halle, berichtete Inhaber Matthias Kaptur. Notwendig wurde der Bau, um die Produktpalette des Unternehmens, in dem neun Mitarbeiter beschäftigt sind, besser präsentieren zu können. Kein Geheimnis machte er daraus, dass es neben all der Freude auch Sorgen gibt. So wünsche sich der Unternehmer eine bessere Anbindung an die Stadt Kölleda.

Über regen Zulauf konnte sich am Samstag auch Christian Beck in der gleichnamigen Firma für Glocken- und Turmuhren freuen. Ins Rampenlicht hatte er eine mechanische Turmuhren aus der Schwanseer Kirche in gerückt. „Das wird unser nächster Auftrag. Die Schwanseer warten schon darauf“, gab er einen Einblick in die Arbeit der zwölf Mitarbeiter, die hauptsächlich in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt unterwegs sind. Aktuell habe der Kölledaer Betrieb für rund 1200 Turmuhren Wartungsverträge unterzeichnet. Ein großes Schild am Eingangstor machte deutlich, dass Schlosser und Elektrikerhänderingend gesucht werden. „Mal sehen, ob der Tag etwas bringt“, gab sich Beck optimistisch. Interessiert, aber schon im Rentenalter, zeigte sich Rainer Stöpel aus Battgendorf, der mit Ronald Scheibe aus Kölleda im Gewerbegebiet unterwegs war.

Insgesamt hatte sich 25 Unternehmen beteiligt. Viele Firmen stellten dabei nicht nur ihre Produktionsstätten und Produkte vor, sie warteten auch mit Unterhaltung für die ganze Familie sowie mit Gaumenfreuden auf. Unter anderen zog eine Timbersports-Show beim Autohaus Reifenstein die Blicke auf sich.

Zu den Kommentaren