Jubiläumstasse geht weg wie heiße Semmeln

Schloßvippach.  Die 10. Auflage des Schloßvippacher Weihnachtsmarktes war in vieler Hinsicht besonders. Das Publikum wusste das zu schätzen

Sehnlichst erwartet haben die Kinder den Weihnachtsmann in Schloßvippach. Diesmal ließ er sich von einem motorisierten Rentier zum Markt bringen.

Sehnlichst erwartet haben die Kinder den Weihnachtsmann in Schloßvippach. Diesmal ließ er sich von einem motorisierten Rentier zum Markt bringen.

Foto: Peter Hansen

Wolfgang Fischer hat es vorhergesehen: Vorsorglich hat er sich gleich ein paar mehr Jubiläumstassen, die anlässlich des 10. Schloßvippacher Weihnachtsmarktes produziert wurden, bestellt. Das Besondere: Die Tassen sind gleich doppelt ein Schloßvippacher Eigenprodukt. Nicht nur, dass die Ansicht des Schloßvippacher Weihnachtsmarktes die Tassen ziert, das Bild hat auch ein Schloßvippacher, nämlich Wolfgang Fischer, gemalt. „Die Vereine sind auf mich zugekommen und haben gefragt, ob ich nicht ein geeignetes Motiv für eine Tasse hätte“, erzählt Fischer, der gar nicht lange suchen musste. Ein Ölbild, das er 2013 gemalt hatte und einen prächtigen Weihnachtsbaum vor der „Sonne“ zeigt, war für den Künstler, der auch dem Schloßvippacher Malkreis angehört, das ideale Motiv. Das sahen die Gäste des Weihnachtsmarktes nicht anders. Schon eine Stunde, nachdem der Markt eröffnet hatte, waren die 108 Tassen ausverkauft. „Das war eine schöne Überraschung“, freute sich Yvonne Bursch, Präsidentin des Schloßvippacher Carnevalsvereins 1958, die dem Organisationsteam angehört.

Weihnachtsmann kommt mit motorisiertem Rentier

Aufwarten konnten die Organisatoren noch mit viel mehr. Großen Zuspruch fand die Aufführung in der Kirche. Ronald Mernitz vom „Erfreulichen Theater“ aus Erfurt führte das Märchen vom „Rotkäppchen“ auf. Schon das war spannend. Wenig später aber zog, diesmal keine rote Kappe, sondern ein Rotrock die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich. Der Weihnachnachtsmann und Engelchen Annika wurden mit viel Herzklopfen erwartet. Besonders das motorisierte Rentier in Form eines Quads ließ die Kinder staunen. Eine Belohnung bekamen die, die ein Gedicht aufsagten oder ein Lied singen konnten. Gut besucht war auch die Bastel- und Backstube. Hier konnten kleine Geschenk gefertigt, Plätzchen gebacken sowie Lebkuchen verziert werden.

Spannung für Groß und Klein bot die Wahl der Erdbeermarmeladen-Majestät, ein Wettbewerb, der seit zehn Jahren untrennbar zum Schloßvippacher Weihnachtsmarkt gehört. Sieben verschiedene Sorten hatte die Jury zu verkosten. Nach einem ausgeklügelten System vergab sie Punkte für Geschmack, Konsistenz und Farbe. Den Titel „10. Marmeladen-Majestät“ kann nun Ellen Deckert tragen. Ihre Marmelade erhielt die meisten Punkte. Glückwünsche gab auch von Lisa Graupeter, der Thüringer Erdbeerkönigin.

Schloßvippacher genießen das Beisammensein

Neben vielen anderen süßen Köstlichkeiten, gab es auch herzhafte Leckerbissen. So warteten die Veranstalter sogar mit „Schloßvippacher Mutzbraten“ auf. „Wir versuchen uns immer etwas Neues einfallen zu lassen“, sagte Gunnar Niemand, der als Moderator auftrat. Beim Publikum kam das gut an. Bernd Weißenborn war begeistert: „Wenn es zehn Punkte für den Weihnachtsmarkt zu vergeben gäbe, würde ich elf geben“, sagte er. Nicht anders sah das Otto Maak. Er genoss nicht nur bei Kaffee und Kuchen das gesellige Beisammensein, zusammen trat mit dem Schloßvippacher Männerchor auch auf.

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