Kein Stillstand an der St.-Bonifatius-Kirche

Kleinbrembach.  Kleinbrembacher Kirchgemeinde schiebt mit Restaurierung von Fenster und Türen am Gotteshaus kleineren Bauabschnitt an.

Kleinbrembachs Kirchenälteste Christina Schaar freut sich, dass die Arbeiten an der St.-Bonifatius-Kirche gut vorangehen.

Kleinbrembachs Kirchenälteste Christina Schaar freut sich, dass die Arbeiten an der St.-Bonifatius-Kirche gut vorangehen.

Foto: Peter Hansen

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Von Unwettern und ihren Auswirkungen können die Mitglieder der Kirchgemeinde in Kleinbrembach ein Lied singen. 2015 hatte Hagel die mundgeblasenen Kunstglasfenster der Wetterseite der Bonifatius-Kirche zerstört. Die Hoffnung ist groß, dass Orkan „Sabine“ das Gotteshaus, das im Vorjahr sein 300-jähriges Bestehen feierte, unversehrt lässt.

Der Hagelschaden allein hätte die Kleinbrembacher Kirche auf der Prioritätenliste der dringenden Bauvorhaben im Kirchenkreis nicht nach vorn rutschen lassen, ist sich Kirchenälteste Christina Schaar sicher. Grund dafür waren die statisch-konstruktiven Probleme des Kirchenschiffes. Die Baumaßnahme wurde dringend notwendig, da die Fenstergewände nach innen eingestürzt waren. Unzählige Risse zeugten von der Bewegung im Bauwerk. Neben der statischen Ertüchtigung der nachgerutschten Fenstergewände und Schlusssteine war im 1. Bauabschnitt damit begonnen worden, die Steine der Fassade zu rekonstruieren und auch den Putz zu erneuern. 2019 schloss sich der zweite Bauabschnitt an. Die Statik der Nordseite wurde ertüchtigt. Auch hier musste das Mauerwerk aufwendig vernadelt werden.

Luft holen will die Kirchgemeinde nun für die Sanierung der Südseite. Vorgesehen ist sie für 2021. Wie Pfarrerin Denise Scheel informiert, sind dafür Kosten in Höhe von rund 108.000 Euro veranschlagt. Über das Programm der Städtebauförderung liegt ihr bereits eine Zusage von Fördermitteln in Höhe von 61.000 Euro vor. Auch die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (KiBa) habe bereits einen Zuschuss von 10.000 Euro bewilligt. Die Hoffnung ist groß, dass sich auch das Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie und der Kirchenkreis beteiligen.

Die Hände in den Schoss legen wollen die Kleinbrembacher in diesem Jahr jedoch nicht. Eingeschoben haben sie einen weiteren Bauabschnitt, bei dem es um die Sanierung der Gaubenfenster und der Kirchenschifffenster auf der Nordseite geht. Ein Musterfenster, unmittelbar über der Eingangstür auf der Nordseite der Kirche, gibt einen Vorgeschmack darauf, wie die Gaubenfenster künftig aussehen sollen. Wie die Pfarrerin informiert, wird von Kosten in Höhe von 30.000 Euro ausgegangen. Auch hier hat die Kirchgemeinde die Fühler nach Fördermitteln ausgestreckt. Anträge wurden beim Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, beim Kirchenkreis und bei der Katharina-und-Gerhard Hoffmann-Stiftung Hamburg gestellt. Christina Schaar freut sich, dass auch im Ort das Engagement für die Kirche groß ist und bereits viele Spenden eingegangen sind. Sie werden für den benötigten Eigenanteil gebraucht.

Bis auf die eingehauste Orgel gebe es für die Gottesdienste in der Kirche keine Einschränkungen, berichtet die Kirchenälteste. Viele Konzerte soll es 2020 in Kleinbrembach geben. Auf das am 19. September macht sie schon jetzt neugierig. Unter dem Titel „Besondere Orte“ ist Sängerin Christina Rommel im Rahmen der Kreis- und Kulturwochen in der St.-Bonifatius-Kirche zu erleben.

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