Kinderfest und Feuerwehr-Tag eröffnen die Festwoche

Udestedt  Udestedt feiert Wiederaufbau nach einem verheerenden Brand vor 200 Jahren. Freiwillige Wehr wirbt um weitere Mitstreiter

Zum Tag der offenen Tür wurden diese Feuerwehrleute befördert bzw. ausgezeichnet (von links): Jonas Steineck, Eric Böttner, Niklas Bode, Georg Bürgel (alle als Feuerwehrmann-Anwärter), Frank Sowa, Sebastian Oberländer, Alex Guckuck (alle als Oberfeuerwehrmann) und Lars Woicechowski (Bronzene Brandschutzmedaille am Bande für 10 Jahre Dienst in der Feuerwehr). Fotos: Ilona Stark

Zum Tag der offenen Tür wurden diese Feuerwehrleute befördert bzw. ausgezeichnet (von links): Jonas Steineck, Eric Böttner, Niklas Bode, Georg Bürgel (alle als Feuerwehrmann-Anwärter), Frank Sowa, Sebastian Oberländer, Alex Guckuck (alle als Oberfeuerwehrmann) und Lars Woicechowski (Bronzene Brandschutzmedaille am Bande für 10 Jahre Dienst in der Feuerwehr). Fotos: Ilona Stark

Foto: Ilona Stark

Zu einem „tollen Fest bei super Wetter“ begrüßte Udestedts Bürgermeister Gunnar Dieling gestern die Gäste zu Tag eins einer ganzen Festwoche anlässlich des Wiederaufbaus des Ortes nach einem Großbrand vor 200 Jahren.

Während am Vormittag alle Vereine des Dorfes bei der Ausrichtung des Kinderfestes geholfen hatten, übernahmen am Mittag die Feuerwehr und der Feuerwehrverein das Zepter.

Fast 500 Portionen Nudeln mit Gulasch waren 13.30 Uhr alle, so groß war der Andrang. Doch man improvisiere, beruhigte der stellvertretende Ortsbrandmeister Andreas Voigt die noch Hungrigen. Man habe schon nachgeordert.

Bevor die 15 von der Jugendfeuerwehr und den Müttern gebackenen Kuchen dann angeschnitten wurden – der Erlös kommt der Jugendfeuerwehr zugute – wurde der Tag der offenen Tür von Ortsbrandmeister Thomas Steineck offiziell eröffnet.

Der Hauptgedanke für einen solchen Tag sei natürlich die Werbung, betonte er. „Wir brauchen jeden, der sich ehrenamtlich engagieren und nützlich machen will“, sagte Thomas Steineck. Schließlich müsse man dafür sorgen, dass im Notfall auch genügend Feuerwehrkräfte ins Feuerwehrhaus rennen. Das sei nicht so einfach. So müsse man sehen, wie viele der derzeit 20 Kinder in der Jugendfeuerwehr in ein paar Jahren noch dabei seien. Die Einsatzabteilung hat momentan 15 Mitglieder.

Der Ortsbrandmeister blickte zurück, was sich seit dem letzten Tag der offenen Tür im Juni 2013 alles getan hat. So habe man ab 2014 mit einem Anbau begonnen, der nach knapp zwei Jahren fertig wurde. 2014 sei auch der Feuerwehrverein gegründet worden. Im Frühjahr 2016 haben sich die Udestedter Wehrleute einen gebrauchten Autoanhänger gekauft, seit August 2017 werden die Einsatzkräfte parallel zur Sirene auch über eine Handy-App alarmiert – Steineck: „Vorausgesetzt wir haben Empfang“. 2017 erhielt die Wehr einen gebrauchten Mannschaftstransportwagen.

In diesem Jahr in Betrieb genommen haben die Mitglieder der Feuerwehr ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug, das mit einem 500-Liter-Wassertank ausgestattet ist. „Die heißen Sommer und die Zunahme der Feldbrände haben uns zu der Entscheidung geführt“, benennt der Bürgermeister den Vorteil gegenüber dem alten Fahrzeug, das keinen Tank besaß. Mit dem neuen, einem gebrauchten Fahrzeug Baujahr 1997, gehe vieles leichter, freut sich der Ortsbrandmeister. Die Gemeinde investierte dafür knapp 16.000 Euro.

Das alte Kleinlöschfahrzeug wurde nach Ettenhausen im Wartburgkreis verkauft. Der Erlös soll der Feuerwehr zugute kommen, laut Gunnar Dieling soll zwei Mitgliedern der Lkw-Führerschein finanziert werden.

Wichtig war es Thomas Steineck gestern, allen Mitwirkenden am Fest (andere Wehren und das THW zeigten zum Beispiel Technik) sowie Sponsoren und Unterstützern der Feuerwehr zu danken. Landwirt Matthias Winzer, der die Freiwillige Wehr seit vielen Jahren u.a. mit Technik unterstützt, erhielt als Dank Urkunde und Plakette als Partnerschaftsbetrieb der Feuerwehr. Landrat Harald Henning (CDU) überreichte ihm zudem die Thüringer Ehrenamtscard.

Der Landrat unterstrich in seinem Grußwort, dass vieles, das Udestedt lebenswert macht, durch die Anstrengungen seiner knapp 800 Einwohner erreicht werde. Die große Verbundenheit der Udestedter mit ihrem Dorf beeindrucke ihn immer wieder.

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