Kölledaer Gymnasium verabschiedet sich von tollem Abi-Jahrgang

Kölleda  Berichtet Schulleiterin Liliana Meyer von den scheidenden Abiturienten, gerät sie ins Schwärmen: „Es war ein temperamentvoller, sympathischer, sozial engagierter, toller Abiturjahrgang.“

Ein Schuljahr auf der Baustelle: Oberstufenleiterin Cordula Kästner (l.) und Schulleiterin Liliana Meyer gehen nun in die verdienten Sommerferien.

Ein Schuljahr auf der Baustelle: Oberstufenleiterin Cordula Kästner (l.) und Schulleiterin Liliana Meyer gehen nun in die verdienten Sommerferien.

Foto: Ina Renke

Die Schreibtische blitzen wie neu. Der Stapel Schriftstücke ist abgearbeitet. Die Schlüssel drehen sich im Büro der Schulleiterin und der Oberstufenleiterin letztmalig um, ehe beide Frauen nun auch in die Sommerferien starten.

Am Staatlichen Gymnasium „Prof. Fritz Hofmann“ ist die Vorbereitungswoche auf das neue Schuljahr besprochen, es bleibt Zeit, auf das vergangene zu blicken. „Es war ein Baustellen-Schuljahr“, nimmt es Schulleiterin Liliana Meyer mit Humor. Die brandschutztechnischen Arbeiten am Schulgebäude dauern länger als geplant. Für Schüler und Kollegium sei es eine Belastung gewesen, insbesondere für den Abiturjahrgang. Dennoch haben sich alle mit der Situation arrangiert.

„Mein größter Wunsch ist, dass die Baustelle 2020 fertig wird“, lächelt die Schulleiterin die Unannehmlichkeiten weg.

Abiturjahrgang 2019 hat die Messlatte sehr hoch gelegt

Berichtet Meyer von den scheidenden Abiturienten, gerät sie ins Schwärmen. „Es war ein temperamentvoller, sympathischer, sozial engagierter, toller Abiturjahrgang.“ Dazu zähle auch der gute Gesamtdurchschnitt der Reifezeugnisse von 2,2. Am 29. Juni erhielten 42 junge Damen und Herren in feierlichem Rahmen im Kulturhaus Berlstedt ihre Abiturzeugnisse. „Während der Abiturrede bekam ich feuchte Augen, so sehr war ich gerührt“, muss die Schulleiterin gestehen. Ob bei der Präsentation des Gymnasiums nach außen hin oder bei kulturellen schulischen Veranstaltungen - der Abiturjahrgang 2019 habe die Messlatte sehr hoch gelegt.

Die Schulleiterin erinnert unter anderem an das „denkmal aktiv“-Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, an die letzte Schulwoche unter dem Motto „Schule einmal anders“ und das Mentoren-Prinzip. Die Zwölfer förderten und unterstützten Schüler, die Schwierigkeiten mit dem Lehrstoff hatten. Mit den Jahrgangsbesten Bruno Poser und Bende Juliane Hahn - sie erhielt eine Ehrung von der Sparkassenstiftung - erreichten fünf Abiturienten einen Abiturdurchschnitt von weniger als 1,5.

Die beiden Kursleiter Carsten Seeber und Alexandra Siegel haben die Schüler durch zwei Jahre Oberstufe hervorragend manövriert, weiß die Schulleiterin. Lobend erwähnt sie ob ihres vielseitigen Engagements Lydia Fischer, Niclas Reske, Niclas Stutzbach und Julian Heß. „Sie alle haben unsere Schule in der Öffentlichkeit hervorragend vertreten“, so Liliana Meyer. Sie fügt an, dass auch manch neuer Blickwinkel des Lehrerkollegiums entstand. Man habe sich auch gerieben, um letzten Endes ein besseres Ergebnis zu erreichen.

Dass zwei Schüler aufgrund mangelnder Punktzahl nicht zum Abitur zugelassen wurden, bedauert auch Oberstufenleiterin Cordula Kästner. Einer konnte ermuntert werden, einen zweiten Anlauf zu starten. „Auch die Führerschein-Prüfung gelingt nicht immer beim ersten Mal“, pflichtet Liliana Meyer bei. „Unsere Absolventen sind tatsächlich reif genug, sich in den Alltag zu begeben - in Studium, Ausbildung oder soziales Jahr. Sie sind hervorragend auf ihren beruflichen Werdegang vorbereitet“, ist sich die Schulleiterin sicher.

In Kölleda fehlt es wie überall an Personal

Sie freue sich, dass es im neuen Schuljahr 2019/20 mit drei 5. Klassen weitergeht. 420 Gymnasiasten werden dann von einem 38-köpfigen Kollegium betreut.

Auch in Kölleda fehlt es an Personal, es gibt Lehrer mit Langzeiterkrankung sowie in Elternzeit. In Zusammenarbeit mit dem Sömmerdaer Schweitzer-Gymnasium sei man bemüht, in der Oberstufe so wenig Stunden wie möglich ausfallen zu lassen. Da helfe man sich mit Kollegen aus, dankt sie Schulleiter Jens Pitzing.

Dankbar ist Liliana Meyer auch, dass die Kollegen im eigenen Haus mehr Stunden geben als gefordert. Die beiden Lehramtsanwärter, die sich in das Kollegium einbringen, fühlen sich am Kölledaer Gymnasium wohl. „Ich hoffe, dass sie hier bleiben“.

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