„KunstRaum“ Himmelsfeld: Überseecontainer in Roldisleben in Position gebracht

Roldisleben.  Die drei Container des Kunstraumes „Himmelsfeld“ stehen an Ort und Stelle. Jetzt geht es darum, sie mit Inhalten zu füllen.

Landschaftsbauer Willi Seyfferth sorgte mit zusätzlichen Eisenaufsätzen für mehr Stabilität der Container des Kunstraumes „Himmeldsfeld“.

Landschaftsbauer Willi Seyfferth sorgte mit zusätzlichen Eisenaufsätzen für mehr Stabilität der Container des Kunstraumes „Himmeldsfeld“.

Foto: Peter Hansen

In Sachen „KunstRaum“ Himmelsfeld sind alle guten Dinge drei. Als im Oktober die drei Überseecontainer nach Roldisleben transportiert wurden, war das Fundament noch nicht gesetzt. Ein zweiter Anlauf war notwendig. Der musste abgebrochen werden, da ein zu großer Kran geschickt wurde, der den Acker hinter dem Wohnhaus der Familie Backhaus-Barnett nicht ansteuern konnte. Am Freitag nun der dritte Versuch. Diesmal lief alles glatt. Landwirt Steffen Weinlepp zog mit seinem Teleskoplader den Kran auf das Feld. Damit konnten die drei Container in Position gebracht werden.

Mit Schutzbrille und Schweißgerät ausgestattet, war Willi Seyfferth zu Gange. Der Landschaftsbauer hatte bereis den Zugang vom Wohnhaus zum Feld geschaffen und Leitungen für Wasser und Strom verlegt. Nun sorgte er für die Stabilität der Container. Die Randstreifen versah er mit Extra-Eisenaufsätzen. Zufrieden zeigte sich Johannes Backhaus-Barnett vom Förderverein „Grüner Salon“, dem Initiator des Projektes, schließlich drängt die Zeit. Ende Januar ist ein erster Workshop geplant. Einladen will der „Grüne Salon“ Projektunterstützer und Akteure aus der Region.

Landschaft in Szene setzen

Anliegen des KunstRaumes „Himmelsfeld“ ist, die Landschaft in Szene zu setzen und den Blick auf deren Reichtum zu schärfen. „Ideen haben wir viele. Mit der Kulturstiftung Hessen-Thüringen stehen wir in engen Kontakt“, sagt Johannes Backhaus-Barnett. Eine Idee geht in Richtung minimalistisches Wohnen. Den Anstoß gab Cornelia Saalfrank von der tinybe gGmbH. Sie entwickelt neue Formen des Wohnens und Arbeitens. „Vielleicht gelingt es, einen Container als Wohnraum herzurichten“, sagt Backhaus-Barnett.

Zur Baugenehmigung des KunstRaumes „Himmelsfeld“ gehört auch ein Eingangsgebäude. Geplant ist ein viermal sechs Meter großer Bau, der mit einem Schrägdach mit Solarzellen ausgestattet werden soll. Darüber hinaus hat der Verein erneut Fördermittelanträge bei der Regionalen Aktionsgruppe (RAG) Sömmerda-Erfurt gestellt. Die Mitglieder wollen Roldisleben als Dorfmarke entwickeln. Die Bienen-Garten-Kirche, der Verein Kleine Schweiz, der Hofladen Weinlepp, das Arboretum und das Himmelsfeld sollen als touristische Attraktionen mehr in den Fokus rücken. Das zweite Vorhaben steht unter dem Titel „Seminarzentrum Biodiversität“. Ansinnen ist es, jungen Leute das Rüstzeug zu vermitteln, um Start-ups und innovative Unternehmen im ländlichen Raum zu gründen.

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