Lieber täglich Kinderlachen als Büroalltag

Vogelsberg.  Anett Machleb ist seit 25 Jahren Jahren Leiterin des Vogelsberger Kindergartens. Glückwünsche gab es vom Bürgermeister.

Vogelbergs Kindergartenleiterin Anett Machleb erhält von Bürgermeister Norbert Schmidt Blumen zum 25-jährigen Berufsjubiläum.

Vogelbergs Kindergartenleiterin Anett Machleb erhält von Bürgermeister Norbert Schmidt Blumen zum 25-jährigen Berufsjubiläum.

Foto: Annett Kletzke

Eigentlich hätte alles auch anders kommen können. Tatsächlich hätte sich das Blatt für Anett Machleb, der Leiterin des Vogelsberger Kindergartens, 1995 auch wenden können. Einen Ausbildungsplatz zur Bauzeichnerin hatte sie schon in der Tasche. Dann auf einmal fügten sich die Dinge und sie trat eine Stelle im Vogelsberger Kindergarten an.

Anlass war das 25-jährige Berufsjubiläum jüngst für Bürgermeister Norbert Schmidt, die Leiterin mit Blumen zu überraschen, ist ein solches Ereignis heutzutage doch nicht alltäglich. Auch ihr Team sparte nicht mit Glückwünschen und löcherte sie mit Fragen. So ist Erzieherin tatsächlich ihr Wunschberuf. „Ich bin schon immer gern mit Kindern zusammen, liebe Überraschungen und bastel und male gern. Außerdem unternehme ich gern Ausflüge“, beantwortete die 51-Jährige die Fragen.

Ihre Lehre zur Krippenerzieherin hatte sie 1985 gestartet. Für die praktische Ausbildung war sie bereits im dritten Lehrjahr im Vogelsberger Kindergarten eingesetzt. Der richtige berufliche Startschuss erfolgte jedoch in der Sömmerdaer Einrichtung „Glückliche Zukunft“. In der Wendezeit war sie im „Mischka“, ebenfalls in Sömmerda, tätig. „Im August 1992 wurde ich dort entlassen“, blickt sie zurück. Nach der Geburt des zweiten Kindes versuchte sie wieder Fuß als Erzieherin zu fassen. Einfach war das nicht, so dass sie begann, eine neue berufliche Perspektive im Bereich ihrer zweiten großen Leidenschaft, dem Zeichnen, zu suchen.

Heute ist sie glücklich, dass sich die Türen im Vogelsberger Kindergarten geöffnet haben. Dankbar ist sie für viele schöne Jahre, in denen sie Kinder auf ihrem Weg begleiten konnte. Immer eine wichtige Stütze ist ihr Team, dessen Zusammensetzung seit sieben Jahren unverändert ist. „Es passt einfach alles. Ich komme gern auf Arbeit“, sagt sie und ist stolz darauf, auch die Corona-Zeit bislang gut gemeistert zu haben. Immer hätte sie auf die Unterstützung des Bürgermeisters und der Gemeinde zählen können. Hilfe gab es auch jetzt für einen Herzenswunsch der Kinder. So war der Rindenmulch unter einem Spielgerät in die Jahre gekommen und wurde bei einer Prüfung beanstandet. Norbert Schmidt setzte daraufhin alle Hebel in Bewegung, das Gerät schnell wieder nutzbar zu machen. Die Gemeindearbeiter aus Eckstedt leisteten dabei Nachbarschaftshilfe.