Mehr Gäste-Übernachtungen im Landkreis Sömmerda

Der Landkreis Sömmerda verzeichnet ein Starkes Plus bei den Gäste-Übernachtungen.

Der Landkreis Sömmerda verzeichnet ein Starkes Plus bei den Gäste-Übernachtungen.

Foto: Hartmut Schwarz (Archiv-Foto)

Landkreis.  Hotels, Pensionen und Gaststätten finden allerdings kaum genug Personal.

Der Landkreis Sömmerda verzeichnete in der ersten Hälfte dieses Jahres rund 24.000 Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland – 73 Prozent mehr als in der ersten Jahreshälfte 2021. Denn im vergangenen Jahr galt zum Teil noch ein Beherbergungsverbot bei Privatreisen, das als Tourismus-Bremse gewirkt hat. Darauf macht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) aufmerksam.

Die NGG beruft sich dabei auf aktuelle Angaben des Statistischen Landesamtes. „Dass wieder viel mehr Urlauber und Geschäftsreisende in den Kreis Sömmerda kommen, ist für das Hotel- und Gaststättengewerbe eine gute Nachricht – vor allem auch für die Beschäftigten. Nach zweieinhalb Jahren Pandemie kehrt die Branche Stück für Stück auf das alte Niveau zurück“, sagt Jens Löbel, Geschäftsführer der NGG-Region Thüringen.

Viele Überstunden schon für Auszubildende

Von der „Normalität“ seien viele Hotels, Pensionen und Wirtshäuser aber noch weit entfernt. Der Grund: Den Unternehmen gelingt es nach Beobachtung der Gewerkschaft kaum, genug Personal für die wachsende Arbeit zu finden. Zwar hätten derzeit viele Branchen mit dem Mangel an Fachleuten zu kämpfen, doch im Gastgewerbe falle die Suche nach qualifizierten Kräften besonders schwer.

Das liege vor allem an den Arbeitsbedingungen, urteilt Löbel. So klagten im letzten DGB-Ausbildungsreport 59 Prozent der angehenden Hotelfachleute und 54 Prozent der Azubis in der Küche, regelmäßig Überstunden machen zu müssen – ein Spitzenwert. Nach Einschätzung des Gewerkschafters ist zudem ein erheblicher Teil der rund 540 Menschen, die das Gastgewerbe im Kreis Sömmerda laut Arbeitsagentur beschäftigt, von kurzfristigen Dienstplan-Änderungen betroffen.