Mietvertrag für „Pfefferminzgärtchen“ steht

Kölleda.  Nach Corona-Verzögerung kamen für Finanzierung des Vorhabens wichtige Vorlagen jetzt in den Stadtrat.

Der L-förmige Kinderkrippen-Neubau im Wilhelm-Pieck-Ring entsteht aus Massivholzsegmenten.

Der L-förmige Kinderkrippen-Neubau im Wilhelm-Pieck-Ring entsteht aus Massivholzsegmenten.

Foto: Jens König

Gegen 3 Stimmen und bei 2 Enthaltungen hat der Kölledaer Stadtrat zuletzt den Beschluss über den Abschluss eines Mietvertrages mit dem Kreisverband Sömmerda des Arbeiter-Samariter-Bundes zur Kindertagesstätte für Kleinkinder „Pfefferminzgärtchen“ sowie eine Vertragseintrittsvereinbarung zwischen der Stadt Kölleda, der WWG Kölleda Wohnungswirtschaft GmbH sowie dem ASB Sömmerda gebilligt. WWG-Geschäftsführerin Christina Otto hatte zuvor erläutert, dass die vorbereitenden Verhandlungen für den Mietvertrag für die Kleinkindertagesstätte im Wilhelm-Pieck-Ring, angrenzend an die Kita „Frieden“, eigentlich bereits im März abgeschlossen gewesen seien. „Dann kam Corona – und sorgte für Stillstand, wenn auch zum Glück nicht auf der Baustelle“, so die Geschäftsführerin. Der Kinderkrippen-Neubau befinde sich jetzt auf der Zielgeraden. Auftretende Probleme in den Lieferketten sorgten allerdings dafür, dass der angedachte Fertigstellungstermin Ende Dezember 2020 nicht gehalten werden könne. „Es wird Mitte/Ende April werden“, so Otto.

Dafür kommt nun aber der Mietvertrag unter Dach und Fach. Abgeschlossen wird er auf 15 Jahre mit einer Option auf Verlängerung um weitere 5 Jahre. Die Notwendigkeit des langfristigen Abschlusses sowie der Absicherung durch eine Vertragseintrittsvereinbarung mit der Stadt begründete Otto unter anderem mit „komplexen Zusammenhängen“, die vor allem die Finanzierung des Vorhabens beträfen.

Mit der langfristigen Bindung an einen Betreiber sowie der Festschreibung von Mietpreis und weiteren Kosten wie auch der Übernahme einer Quasi-Ausfallbürgschaft für den ASB durch die Stadt – die Kommune tritt im Falle eines Falles in den Vertrag und dessen Pflichten anstelle des ASB ein – wollten sich einige der Stadtratsmitglieder nicht anfreunden und stimmten gegen die Vorlage oder enthielten sich der Stimme.

Die kommunale WWG Kölleda Wohnungswirtschaft GmbH baut die Kleinkindertagesstätte als Holzmassivbau für 48 Kinder von einem bis drei Jahre für die Stadt.