„Mit Herzblut dabei“ – Gebeseer Pflegekräfte erhalten liebevolle Anerkennung

Gebesee  Die Pflegerinnen der Diakonie in Gebesee haben es oft nicht leicht. Da ist ein wenig Anerkennung, wie sie ein Leser spendet, viel wert.

Angelika Wreden, Brigitte Schröter und Anita Bohn (von links) machen einen guten Job. Deshalb schrieb uns ein Leser aus Walschleben einen Brief, in dem er Danke sagte und den Frauen eine große Freude bereitete. Foto: Florian Dobenecker

Angelika Wreden, Brigitte Schröter und Anita Bohn (von links) machen einen guten Job. Deshalb schrieb uns ein Leser aus Walschleben einen Brief, in dem er Danke sagte und den Frauen eine große Freude bereitete. Foto: Florian Dobenecker

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Freudestrahlend und überwältigt lasen Angelika Wreden und Anita Bohn den Brief. „Wir hatten erst einmal einen Schock, als wir erfuhren, dass die Zeitung anrief“, erklärten die beiden Pflegekräfte einstimmig. „Jedoch wandelte sich der Schock-Moment ganz schnell in Freude um.“

Seit fast 25 Jahren gibt es die Sozialstation der Diakonie in Gebesee nun schon, doch so etwas sei den beiden Frauen noch nicht passiert. „Es kommt immer mal wieder vor, dass sich die Menschen, die wir betreuen, bei uns bedanken, aber einen offiziellen Leserbrief, der an die Zeitung geschickt wurde, um Danke zu sagen, ist schon etwas ganz Besonderes“, meinten die Frauen mit einem Lächeln auf den Lippen.

„Die Pflegekräfte sind mit Leib und Seele dabei“

Vor einigen Tagen erreichte die Lokalredaktion der Thüringer Allgemeine in Sömmerda ein Leserbrief. Richard Hirschfeld aus Walschleben bedankte sich darin ausdrücklich bei seinen Pflegerinnen, die versiert seien und einen guten Ruf bei ihren Patienten hätten. „Freundlich pflegen sie die älteren Herrschaften, unterhalten sich mit ihnen über Vergangenes und Jetziges. Dafür möchte ich herzlichen Dank aussprechen.“

Auch Brigitte Schröter, die Chefin der Diakonie, staunte nicht schlecht, denn sie wurde ebenso von Herrn Hirschfeld bedacht: „Ebenfalls (herzlichen Dank) der Leitung der Diakonie, für ihren liebevollen Umgang mit ihren Patienten“, schreibt er abschließend.

„Etwa 38 Mitarbeiter betreuen circa 220 Menschen, von Erfurt bis Werningshausen über Schwerstedt bis in die Fahner Höhen sind wir täglich unterwegs“, erläutert die Diakonie-Leiterin. „Das ist eine große Herrausforderung und trotzdem sind unsere Pflegekräfte immer mit Leib und Seele dabei.“

Haushaltshelfer und Seelentröster

Oft machen die Frauen mehr als bezahlt wird, sogar ihre Freizeit würden sie mit einbringen, um allen Wünschen der Klienten gerecht zu werden, bestätigen Angelika Wreden und Anita Bohn: „Wir sind mit Herzblut dabei. Wenn die bezahlte Pflegezeit vorüber ist, können wir nicht einfach so gehen und alles stehen und liegen lassen“, sagen die beiden Frauen, die seit den Anfangszeiten der Sozialstation in Gebesee dabei sind. „Wenn man diesen Beruf nicht mit so viel Freude macht wie wir, dann bleibt man nicht so lange dabei. Auch wenn es mal schwierige Patienten gibt, verhalten wir uns immer freundlich und ganz im Sinne der christlichen Nächstenliebe.“ Die Frauen sind Haushaltshelfer und Seelentröster zugleich. Neben Körperpflege, Essensaufnahme und Hauswirtschaft, sind es die lockeren Gespräche, welche die älteren Herrschaften schätzen.

„Trotz des straffen Programmes versuchen wir besonders auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen.“ Brigitte Schröter bemerkt, dass dafür extra Biografieblätter angelegt werden, die in Folge individueller Unterhaltungen geschrieben werden. „Wir wissen, dass das Zwischenmenschliche von besonderer Bedeutung ist. Es ist unumgänglich, dass ein persönlicher Bezug entsteht“, sagt sie weiter.

Abschied geht nicht spurlos vorbei

Dieser persönlich Bezug ist es, der es für die empathischen Frauen oft schwer macht, wenn sie am Ende eines Lebens von den liebgewonnenen Menschen Abschied nehmen müssen.

„Es ist jedes Mal schlimm, wenn jemand geht“, offenbaren sie einstimmig.

„Spurlos geht das an uns auch nicht vorbei.“ Und gerade in diesen Momenten sei der Glaube besonders wichtig – der Glaube an Religion, an Menschlichkeit und an den Beruf. Einem Beruf der durch solche keinen Aufmerksamkeiten, wie sie Herr Hirschfeld gab, immer wieder Freude bereitet. . .

Leser sagt Danke!

Richard Hirschfeld aus Walschleben schrieb Folgendes:

Die vielfache Kritik an den Altenpflegern trifft auf die Frauen unserer Diakonie in Gebesee nicht zu. Die versierten Pflegerinnen haben einen guten Ruf bei ihren Patienten. Sind zu allen Zeiten pünktlich. Freundlich pflegen sie die älteren Herrschaften, unterhalten sich mit ihnen über Vergangenes und Jetziges.

Dafür möchte ich, auch im Namen von Marga und Siegfried aus Elxleben, Werner aus Andisleben sowie den Frauen aus Walschleben den Pflegerinnen Bohn, Wreden und Wartha sowie den Azubis den herzlichen Dank aussprechen. Ebenfalls der Leitung der Diakonie, für ihren liebevollen Umgang mit ihren Patienten.

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