Nabu Erfurt gestaltet Kleingarten als Treffpunkt

Erfurt.  Naturnah gärtnern möchte die Erfurter Ortsgruppe des Naturschutzbundes und nutzt den Kleingarten auch als Treffpunkt.

Als Treffpunkt und Betätigungsfeld wird dem Nabu Erfurt ein Kleingarten am Blosenburghang dienen. Samstag haben Fatima Pfau (links) und Sabine Storch den Vertrag unterzeichnet.

Als Treffpunkt und Betätigungsfeld wird dem Nabu Erfurt ein Kleingarten am Blosenburghang dienen. Samstag haben Fatima Pfau (links) und Sabine Storch den Vertrag unterzeichnet.

Foto: Lydia Werner

„Klar Schiff“ wollen die Mitglieder des Naturschutzbundes (Nabu) Erfurt vorerst immer nur zu zweit machen in ihrem neuen Domizil. Weil sie so in Zeiten der Einschränkungen durch Corona den nötigen Abstand halten können. Als Treffpunkt mit der Möglichkeit zum naturnahen Gärtnern hat der Kreisverband einen Garten in der Kleingartenanlage „Am Blosenburghang“ gepachtet. „Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.“

Bratwurstrost wartet auf seinen Einsatz

Genaugenommen ist die im Februar neu gewählte 2. Vorsitzende Sabine Storch die Pächterin, da das eine natürliche Person sein muss. „Der Kleingartenverein war sehr offen für unsere Idee“, erklärt Sabine Storch. Sie und Schatzmeisterin Fatima Pfau unterzeichneten am Samstag den Kaufvertrag für die Laube auf dem Hanggrundstück. Werkzeug wie Spaten, Heckenschere und Gartenschere hatten sie schon dabei. Unter anderem wollten Rosen beschnitten werden. Und für die Zeit, in der der Garten ein echter Treffpunkt für mehrere Menschen sein darf, wartet schon ein Grill auf seinen Einsatz.

Eine der ersten selbst gestellten Aufgaben im Treffpunkt-Garten ist das Anlegen eines Insektenbüfetts. Der geforderte Gemüseanbau auf einem Drittel der Fläche soll auch mit Hilfe der Acht- bis Zehnjährigen der Nabu-Kindergruppe bestritten werden, die dabei seltene Sorten kennenlernen werden. „In der Kleingartenanlage gibt es zwei Imker, denen die Kinder dann einen Besuch abstatten können, und für Ausflüge bietet sich der nahe Steiger an“, sagt Sabine Storch.

Kräuterspirale ein Beispiel für permakulturelle Methoden

Naturnahes Gärtnern verbindet sie mit permakulturellen Methoden. Permakultur ist ursprünglich ein nachhaltiges Konzept für Landwirtschaft und Gartenbau, das darauf basiert, natürliche ökologische Zusammenhänge und Kreisläufe zu beachten. Ein sehr verbreitetes Beispiel für eine optimale Raumausnutzung ist die Kräuterspirale. Gepflanzter Mais, an dem sich Bohnen in die Höhe schlängeln, und darunter wachsende Kürbisse wären ein weiteres Beispiel. Permakultur umfasst gestalterische Methoden, die auf dem Verständnis der Beziehungen der Lebewesen untereinander und zu ihrer Umwelt basieren.

Weniger Fleischkonsum, eine ökologischere Landwirtschaft, mehr Vielfalt in der Ernährung und in den Ökosystemen sind Themen des Nabu. Vor allem will er die Wertschätzung der Natur fördern. Tipps zum Naturerleben im „Frühling mit Corona“ gibt er auf seiner Webseite www.nabu.de/natur-und-landschaft/natur-erleben/.