Naturwissenschaft und Geschichte in Bad Frankenhausen vereint

Bad Frankenhausen.  Die Geologie der Kyffhäuserregion ist schon seit der Gründung des Regionalmuseums im Jahre 1920 ein spannendes Thema in der Ausstellung.

Museums-Mitarbeiterin Antje Kuchenbecker in der Geologischen Abteilung des Museums –  im Vordergrund ein Gipslappen aus der Barbarossahöhle. Aber auch Stinkschiefer, Muschelkalk und Sandstein hat die Kyffhäuserregion zu bieten, al dies kann im Regionalmuseum mit allen Sinnen entdeckt werden.

Museums-Mitarbeiterin Antje Kuchenbecker in der Geologischen Abteilung des Museums – im Vordergrund ein Gipslappen aus der Barbarossahöhle. Aber auch Stinkschiefer, Muschelkalk und Sandstein hat die Kyffhäuserregion zu bieten, al dies kann im Regionalmuseum mit allen Sinnen entdeckt werden.

Foto: Wilhelm Slodczyk

Erdgeschichte, Urgeschichte, Geschichte, Kulturgeschichte, Industriegeschichte, Biologie – das Regionalmuseum Bad Frankenhausen beherbergt unter seinem Dach im Schloss Sammlungen zu vielen Sachgebieten, die in den 100 Jahren seines Bestehens zusammengetragen wurden.

Dass diese nicht miteinander konkurrieren, sondern gegenseitig bereichern, hatte schon Lieselotte Pflaumbaum deutlich gemacht: „Das Nebeneinander naturwissenschaftlicher und historischer Abteilungen ermöglicht es, Zusammenhänge zwischen landschaftlichen Gegebenheiten und bestimmten historischen Entwicklungsprozessen aufzuzeigen. Beide Bereiche ergänzen sich und nehmen Bezug aufeinander.“, erklärte einst die Museumsleiterin (1953 bis 1980).

Die Stadt im Herzen der geologisch interessanten Kyffhäuserregion ließ zuvor auch schon Gründungsdirektor (1920-1922) Alfred Berg großen Wert auf eine geologische Sammlung legen. „War es zu Beginn eine einfache Ausstellung des gesammelten Materials, wurde 1954 mit dem Aufbau einer viel beachteten Ausstellung begonnen, die anhand von Modellen anschaulich über Jahrmillionen Erdgeschichte informiert, die zur Entstehung des regionalen Landschaftsbildes führten“, berichtet Museumsmitarbeiterin Antje Kuchenbecker.

Für den Kyffhäuser wichtige Zeitalter des Karbon, Perm, Trias und Quartiär werden eingehend behandelt, ebenso die für den Südrand des Kyffhäusergebirges typische Karstlandschaft. Für Besucher ein Erlebnis sind laut Kuchenbecker verkieselte Stammstücke oberkarbonischer Hölzer aus dem Kyffhäuser, Muschelkalkstücke mit Fossilien aus der Wind– und Hainleite sowie Gipslappen und Stinkschiefer, die mit allen Sinnen erkundet werden können.

Die geologischen und klimatischen Voraussetzungen ließen im Umkreis von Bad Frankenhausen diverse kleinflächige Lebensräume entstehen. Diese bilden den Leitfaden durch die naturkundlichen Ausstellungen und Sammlungen. Seit 2002 beteiligt sich das Museum am Tag des Geotops am dritten September-Wochenende. Auch am 19./20. September gibt es in Kooperation mit dem Geopark Kyffhäuser wieder zwei Exkursionen.

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