Emotionen hochgekocht: Noch keine Lösung in Sicht für F-Junioren

Schloßvippach.  Die F-Junioren des TSV 2002 Schloßvippach müssen Punktspiele in Sprötau austragen. Eine Belastung. Der Bürgermeister versucht zu vermitteln

Die F-Junioren bei ihrem Training mit Janko Thiele auf dem Sportplatz in Schloßvippach. Punktspiele jedoch müssen in Sprötau ausgetragen werden.

Die F-Junioren bei ihrem Training mit Janko Thiele auf dem Sportplatz in Schloßvippach. Punktspiele jedoch müssen in Sprötau ausgetragen werden.

Foto: Jens König

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In Sachen Sportplatznutzung waren in Schloßvippach in den letzten Wochen die Emotionen hochgekocht. Dreh- und Angelpunkt sind die F-Junioren, die nicht dem Sportverein (SV) 1909 Schloßvippach, sondern dem Tanzsportverein (TSV) 2002 Schloßvippach angehören.

Zur Folge hat das, dass die Punktspiele der F-Junioren nicht vor heimischer Kulisse ausgetragen werden können, sondern in Sprötau angepfiffen werden. Für Jeannette Hormann, Vorsitzende des TSV, ein unhaltbarer Zustand. Sie wandte sich an die Redaktion. Unsere Zeitung berichtete und schilderte dabei auch die Sicht des SV 1909 Schloßvippach, der aufgrund der Gleichbehandlung seiner Mitglieder und aus versicherungsrechtlichen Gründen auf eine Nutzungsgebühr pochte.

Gut vier Wochen später informiert Bürgermeister Uwe Köhler auf Anfrage über ein gemeinsames Gespräch mit Jeannette Hormann und Tobias Schmidt, dem Vorsitzenden des SV 1909 Schloßvippach. Wie Köhler berichtet, hat er zwei Lösungsvorschläge unterbreitet. Seine Vorzugsvariante sieht vor, dass die Fußballmannschaft sowie deren Betreuer und Trainer des Tanzsportvereins Mitglieder im Sportverein werden. Der Sportverein erhalte Mitgliedsbeiträge in Höhe von 648 Euro pro Jahr. Der Fußballmannschaft und den Trainern und Betreuern stünden dann alle Möglichkeiten des Sportvereins, also Sportplatz, Tore und Sportlerheim zur Verfügung. Aus Köhlers Sicht seien dann keine Regelungen und Nutzungsvereinbarungen mehr erforderlich.

In einer zweiten Variante schlug er vor, dass Fußballmannschaft sowie deren Trainer und Betreuer beim Tanzsportverein Mitglied bleiben. Der Sportverein solle dann aber vom Tanzsportverein ein jährliches Nutzungsentgeld in Höhe des entgangenen Mitgliedsbeitrages in Höhe von 648 Euro bekomme. Der Nutzungsumfang sollte Trainings- und Spielbetrieb einschließen und damit für zwei Werktage und einen Wochenendtag eingeräumt werden.

Wie Bürgermeister Uwe Köhler wissen ließ, hat er bislang keine Rückmeldung der beiden Vereine erhalten. Er hofft auf eine baldige Lösung, in deren Fokus das Interesse der Kinder stehen sollte.

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