Notfalldose in Weißensee als Mitgift vom Vermieter

Weißensee  Weißenseer Genossenschaft Vorreiter bei Ausgabe von roten Dosen für Notfälle

Die Notfalldose des DRK nehmen Reiner und Helga Bruhns dankbar von Thomas Haupt (links) und WG-Vorstand Hans-Peter Daglinger entgegen.

Die Notfalldose des DRK nehmen Reiner und Helga Bruhns dankbar von Thomas Haupt (links) und WG-Vorstand Hans-Peter Daglinger entgegen.

Foto: Ina Renke

Für Reiner und Helga Bruhns war es ein willkommenes Geschenk. Zwei sogenannte Notfalldosen überreichten den Weißenseer Senioren DRK-Kreisverbandsgeschäftsführer Thomas Haupt und Hans-Peter Daglinger, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Weißensee/Straußfurt. Es handelt sich dabei um eine kleine rote, verschließbare Röhre. In dieser Box können Patienten für den Notfall alle Angaben, zum Beispiel zu ihrem Medikamentenplan, zu Allergien, zu behandelnden Ärzten, zu Ansprechpartnern im Notfall oder auch ihre Patientenverfügung unterbringen. Auf einem Blatt sind zudem alle Informationen zusammengefasst, die der Rettungsdienst bzw. der Notarzt bei einem Notfall wissen müssen. Durch diese Informationen könne dem Patienten schneller geholfen werden. Der beste Platz zum Auffinden sei im Kühlschrank. Ein kleiner Aufkleber neben der Wohnungsklingel signalisiert die Existenz einer Notfall-Dose. „In unserem Hauseingang ist ein solcher Fall vorgekommen, dass niemand die wichtigen Kranken-Dokumente fand“, weiß Reiner Bruhns.

Hans-Peter Daglinger möchte älteren Mietern und bei Mietvertrag-Neuabschlüssen die Notfall-Dose als Geschenk beigeben. „Ich denke, das ist sinnvoller als ein Kuli oder Schlüsselanhänger“, ist sich der Vorstand sicher. Thomas Haupt möchte dazu auch mit den Sömmerdaer Wohnungsunternehmen ins Gespräch kommen.