Obdachlosenunterkunft in Sömmerda geräumt

Sömmerda.  In der Sömmerdaer Obdachlosenunterkunft in der Bahnhofstraße bestehe „Gefahr für Leib und Leben“. Deswegen wurde das Gebäude jetzt geräumt.

Das beschädigte Domizil der Obdachlosenunterkunft in der Bahnhofstraße 31 in Sömmerda.

Das beschädigte Domizil der Obdachlosenunterkunft in der Bahnhofstraße 31 in Sömmerda.

Foto: Jens König

Die Obdachlosenunterkunft in der Bahnhofstraße 31 in Sömmerda existiert als solche nicht mehr. Das Gebäude wurde geräumt, bestätigte Bürgermeister Ralf Hauboldt (Linke) in der Stadtratssitzung auf Anfrage von Henning Schwittay, Fraktionsvorsitzender CDU/FDP.

Erforderlich sei dies geworden, weil in dem Haus Gefahr für Leib und Leben bestanden habe, so Hauboldt. Bei einer Prüfung der Örtlichkeit sei festgestellt worden, dass Stromleitungen aus den Wänden gerissen und Stromverteiler beschädigt waren. Die Sömmerdaer Energieversorgung lehnte es deshalb ab, das Objekt weiter mit Strom zu versorgen. Damit und auch wegen anderer Probleme zum Beispiel mit der Heizung sei das Haus nicht mehr als Obdachlosenunterkunft nutzbar gewesen, so der Bürgermeister.

Für die fünf Personen, die die Unterkunft aktuell nutzten, sei in der Stadt eine Zwischenlösung gefunden worden.

Langfristig wird eine völlig neue Lösung für eine Obdachlosenunterkunft in der Kreisstadt vorbereitet, kündigte Hauboldt an. Es sei geplant, am Rohrborner Weg komplett ausgestattete Wohncontainer aufzustellen. Die städtische Wohnungsgesellschaft habe dafür schon ein Grundstück erworben und geprüft, welche Medien vorhanden sind und welche noch benötigt werden.

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