Open-Air-Kino an der Spiegelarche

Roldisleben.  Grüner Salon lädt am Samstag zu besonderer Filmaufführung nach Roldisleben. Spiegelarche zieht schon jetzt Tausende Besucher an

Schon das Richtfest der Spiegelarche mit dem Alphornensemble Weimar war eine Attraktion. Am Samstag gibt es erneut einen Höhepunkt.

Schon das Richtfest der Spiegelarche mit dem Alphornensemble Weimar war eine Attraktion. Am Samstag gibt es erneut einen Höhepunkt.

Foto: Armin Burghardt

Der Film trägt das Prädikat „besonders wertvoll“, ist unter anderen mit dem Murnau-Kurzfilm-Preis 2000 ausgezeichnet und anlässlich der Nobelpreisverleihung an Günter Grass auch in Stockholm gezeigt worden. Die Rede ist vom Dokumentarfilm „Als Hitchcock in Auerstedt auf Eiermanns Else traf“, der am kommenden Samstag um 19 an der Spiegelarche in Roldisleben gezeigt wird.

Ein Foto aus dem Jahre 1956 belegt, dass sich Meisterregisseur Alfred Hitchcock im thüringischen Auerstedt aufhielt und dort die im Dorf als Sonderling bekannte Else Eiermann traf. Jedenfalls behauptet das der Film von Birgit Lehmann. Eine spezielle Episode aus Else Eiermanns Leben soll die Vorlage zu Hitchcocks Meisterwerk „Psycho“ gegeben haben. Die Zusammenhänge im Einzelnen legt die Frankfurter Filmemacherin im Dokumentarfilm dar und stützt dies mit Originalaufnahmen aus Auerstedt. Selten habe ein Film aus der thüringischen Provinz so viel Licht und so viel Augenzwinkern in ein Schattenreich gebracht, von dessen Existenz die meisten Menschen nichts ahnten. „Das merkten als erste die Cineasten und Hitchcock-Fans, die dem Film zur Uraufführung bei den Hofer Filmtagen 1999 enthusiastisch Applaus spendeten“, heißt es in der Ankündigung.

Bestens geeignet sei der Dokumentarfilm damit für eine Aufführung an der Spiegelarche, sagt Landschaftsarchitektin Annette Barnett vom Förderverein „Grüner Salon“. Dieser ist der Initiator des Kunstprojektes. Überzeugt ist sie davon, einen besonderen Höhepunkt zu bieten. Da das Interesse an der Spiegelarche groß ist, bittet sie um Anmeldung. Ratsam sei es ebenso, für das Open Air Decken mitzubringen.

Tatsächlich konnte der Grüne Salon am vergangenen Sonntag den 2500. Besucher an der Spiegelarche begrüßen. „Seit dem Richtfest im Juli ist das Interesse ungebrochen“, berichtet Annette Barnett und hat die sozialen Medien als Zugfeder ausgemacht. „Das erste Wochenende nach dem Richtfest sind wir mit 350 Besuchern regelrecht überrollt worden.“ Darauf waren die Vereinsmitglieder gar nicht vorbereitet und mussten erstmal mit dem Bürgermeister Vorkehrungen für Parkplätze treffen.

Der Besucherstrom riss seitdem nicht ab. So hätten am vergangenen Samstag rund 60 und am Sonntag 120 Besucher das Kunstprojekt besucht. „Sie kommen aus Apolda, Jena, Erfurt oder Eisenach. Selbst aus Ilmenau sind Interessenten mit dem Rad angefahren. Sogar per Pferd und mit einem Paraglider wurde die Spiegelarche schon angesteuert. Die Leute fotografieren und genießen und sind immer fasziniert.“ Noch weist ein Schild auf die Baustelle hin. Im April nächsten Jahres soll das Kunstprojekt eingeweiht werden.

Anmeldung unter: www.spiegelarche.de