Pfarrer Knopp brachte Segenswunsch ins Rathaus Sömmerda

Sömmerda  Der Sömmerdaer Bürgermeister unterstützt die Sternsinger-Aktion mit einer Spende.

Die diesjährige Sternsinger-Aktion mit dem Besuch der Kinder im Rathaus konnte nicht wie gewohnt stattfinden. Stattdessen hat Pfarrer Knopp den Segensstreifen bei einem kurzen Besuch ins Rathaus gebracht.

Die diesjährige Sternsinger-Aktion mit dem Besuch der Kinder im Rathaus konnte nicht wie gewohnt stattfinden. Stattdessen hat Pfarrer Knopp den Segensstreifen bei einem kurzen Besuch ins Rathaus gebracht.

Foto: Anett Hädrich / Stadtverwaltung Sömmerda

Wo sonst Mädchen und Jungen der katholischen St. Franziskus Pfarrgemeinde im Rahmen der jährlichen Sternsinger-Aktion dem Bürgermeister ihren Besuch abstatteten, war es am 11. Januar Pfarrer Rudolf Knopp, der die Segensbitte an der Tür des Bürgermeisterszimmers im Rathaus anbrachte. Die Pfarrgemeinde hatte diesmal wegen der Corona-Pandemie auf das Aussenden der Sternsinger verzichtet. So verband Pfarrer Knopp einen kurzen Besuch bei Bürgermeister Ralf Hauboldt mit der Dreikönigs-Aktion.

Die diesjährige Aktion Dreikönigssingen steht unter dem Motto „Kindern Halt geben - in der Ukraine und weltweit“. Mit der Aktion sollen Kinder gestärkt und geschützt werden, die ohne oder mit nur eingeschränkter elterlicher Fürsorge aufwachsen. Hintergrund dafür ist, dass Eltern oder ein Elternteil im Ausland arbeiten. In der Ukraine betrifft das mehr als 1,5 Millionen Mütter und Väter, schätzt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO).

Armut, mangelnde Verdienstmöglichkeiten und niedrige Löhne treiben Eltern zum Arbeiten außer Landes. Die Folge: Rund zwei Millionen Kinder wachsen laut Caritas Ukraine in dem osteuropäischen Land mit nur einem Elternteil, bei Großeltern oder in Pflegefamilien auf. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen. Mithilfe der Spenden der Sternsinger-Aktion sollen die Kinder über verschiedene Maßnahmen unterstützt werden.

Unterstützung auch ohne Vorort-Singen

„Ich habe mich jedes Jahr gefreut, wenn die Sternsinger ins Rathaus gekommen sind. Dieses Jahr kann der Besuch leider nicht wie gewohnt stattfinden. Das tut meiner Unterstützung des guten Zwecks der Sternsinger-Aktion aber natürlich keinen Abbruch“, so Bürgermeister Ralf Hauboldt. Um 50 Euro stockte er das Spendenkonto auf. Die guten Kontakte zur katholischen Pfarrgemeinde wolle er auch weiterhin pflegen, unterstrich der Bürgermeister im kurzen Gespräch mit Pfarrer Rudolf Knopp. Ein Vertreter der katholischen Pfarrgemeinde ist auch Mitglied im Seniorenbeirat der Stadt Sömmerda.

Rudolf Knopp folgte im August vergangenen Jahres auf Pfarrer Dr. Christian Bock, der die Pfarrei in Eisenach übernahm. Sein Nachfolger war vor dem Umzug nach Sömmerda für die katholische Kirche in Breitenworbis, Schmalkalden und Rüstungen (Eichsfeld) tätig. Bei der Größe bzw. Ausdehnung seines neuen Wirkungsbereiches, der mit längeren Wegen einhergeht, spiele der Faktor Zeit eine wichtige Rolle, so der Pfarrer. In Corona-Zeiten musste in der Gemeinde – wie anderswo – einiges an Aktivitäten zurückgefahren werden, bei dem das Gemeinschaftliche im Vordergrund stehe, berichtete Rudolf Knopp unter anderem dem Bürgermeister.