Regelschule Schloßvippach ist ein „Leuchtturm“

Schloßvippach.  Regelschule Schloßvippach nimmt erfolgreich an Teag-Wettbewerb „IdeenMachenSchule“ teil

Schulsprecherin Penelope Fischer (vorn), ihr Stellvertreter Jakob Seefeldt (l.) sowie Schulsozialarbeiterin Theresa Wietzke, Schulelternsprecherin Corinna Weber, Schulleiterin Yvonne Stecklum, Teag-Projektleiter Roy Hildebrandt und Bürgermeister Uwe Köhler.

Schulsprecherin Penelope Fischer (vorn), ihr Stellvertreter Jakob Seefeldt (l.) sowie Schulsozialarbeiterin Theresa Wietzke, Schulelternsprecherin Corinna Weber, Schulleiterin Yvonne Stecklum, Teag-Projektleiter Roy Hildebrandt und Bürgermeister Uwe Köhler.

Foto: Jens König

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Darauf setzen die Schüler der Regelschule in Schloßvippach. Nach Schulschließung und Zu-Hause-Pauken sowie Präsenz- und Distanzunterricht sollte es Anfang des Schuljahres eine Miteinanderwoche geben. Gemeinsam lernen, Zeit verbringen, Ausflüge erleben, schöne Dinge teilen, stand ganz oben auf der Wunschliste.

„Leider konnte coronabedingt die Miteinanderwoche bislang nicht stattfinden“, berichtet Schulleiterin Yvonne Stecklum. Sie hatte dafür die Fühler nach einem Fördertopf ausgestreckt und sich beim Wettbewerb „IdeenMachenSchule“ der Teag Thüringer Energie AG beworben. Dass das Projekt „Vom Flashback zum Learning together“ tatsächlich punkten könne, hätte sie im Traum nicht gedacht. Es kam anders.

„In diesem Jahr haben wir den Fokus auf die aktuelle Situation gelegt“, berichtet Roy Hildebrandt, Projektleiter von „IdeenMachenSchule“. Er war in dieser Woche zu Gast in Schloßvippach, um die Regelschule als „Leuchtturm“ zu ehren. Ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro, Pokal, Urkunde und Sieger-T-Shirts hatte er im Gepäck. Die Gemeinschaft stiftenden Projekte hatten die Jury überzeugt, so Hildebrandt.

Alle Schüler sollen über Verwendung des Geldes mitbestimmen

Gelungen ist es der Schule, im Wettbewerb zweimal in Folge von sich reden zu machen. Bereits im vergangenen Jahr hatten sie mit dem Drogenaufklärungsprojekt „Flashback“ von sich reden gemacht und ebenfalls ein Preisgeld eingeheimst.

Glückwünsche gab es von Bürgermeister Uwe Köhler. „Die Idee eurer Miteinanderwoche ist richtig top. Sie fördert soziale Kontakte und damit Gemeinschaftssinn“, zollte er ihnen seine Anerkennung. Er drücke die Daumen, dass die Miteinanderwoche nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Yvonne Stecklum will dafür alle Schüler ins Boot holen. Sie sollen ein Wörtchen mitreden, wie das Geld sinnvoll eingesetzt werden kann. Eine gute Nachricht konnte sie in Sachen Digitalisierung der Schule verkünden. „Die Glasfaserkabel werden gerade verlegt. Wir bekommen WLAN. Jetzt fehlen nur noch die Geräte“, so Yvonne Steck-lum. Die Hoffnung ist groß, so neuen Herausforderungen leichter begegnen zu können.

Sie zielte damit auf die Schulschließung und das damit verbundene Homeschooling im vergangenen Schuljahr ab. Sie wies darauf hin, dass es beispielsweise mit Dielsdorf und Markvippach Orte gibt, in denen die Kapazitäten nicht ausreichten und Kinder ausgeschlossen waren. „Hier müssen wir Lösungen finden, wie wir auch diese Kinder unterstützen“, sagte die Schulleiterin.

Auch im neuen Schuljahr unterstützt die Teag Thüringer Schüler dabei, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Nächster Stichtag für eine Bewerbung ist der 15. November.

Die Regelschule besuchen aktuell 210 Schüler. Unterrichtet werden sie von 16 Lehrern.