Schwäne vom Sömmerdaer Gondelteich werden nicht umgesiedelt

Sömmerda  Zum Thüringentag am Wochenende werden auf dem Teich   Ruderboote fahren. Sie müssen sich das Gewässer mit Schwänen und Enten für drei Tage teilen. Greifen die Schwäne an? Ein Restrisiko bleibt...

Schwäne, jetzt auch wieder Jungschwäne, und Enten gehören zum gewohnten Bild des Gondelteichs dazu. Das will auch jetzt niemand ändern. Foto: Peter Hansen

Foto: Peter Hansen

Wer den Stein ins Rollen brachte, ist nicht bekannt. „Es ist überhaupt kein Thema, die Schwäne vom Gondelteich zu nehmen“, erklärte Ulrich Mittelbach, Leiter des Rechts- und Ordnungsamtes der Stadt Sömmerda, auf Nachfrage unserer Zeitung. In einem sozialen Netzwerk hält sich in der 5230 Sömmerda-Gruppe hartnäckig das Gerücht, die Schwäne würden in Zusammenhang mit dem Thüringentag eingefangen und anderswo angesiedelt. Ein Fall von Fake News?

„So einen Schwachsinn gibt es mit mir nicht“, ist auch Jörg Stengler vom Tierrettungsdienst, der in den Kommentaren ins Spiel gebracht wurde, von der Diskussion überrascht. Er habe ebenfalls auf Nachfrage im städtischen Ordnungsamt erfahren, dass nichts Dergleichen angedacht sei.

Während des Thüringentages vom 28. bis 30. Juni wird auf dem Sömmerdaer Gondelteich an der Erfurter Straße, so wie der Name des Gewässers es sagt, Ruderboot-Fahren angeboten. Ein Team des Technischen Hilfswerks (THW) errichtet einen temporären Anlegesteg, informierte Stefan Schmidt, Leiter des Kulturamtes und Mitkoordinator des Thüringentages. „Dankbarerweise stellt uns Herr Schrot aus Weißensee die Ruderboote zur Verfügung.“ Dass es eventuell Attacken der um ihre Jungen besorgten Schwaneneltern geben könnte, bleibt sozusagen „Restrisiko“.

Wer die Schwäne vom Sömmerdaer Gondelteich kennt, weiß, dass sie auch mal zwicken können. Zumal, wenn es kein Brötchen vom nahen Bratwurst-Stand gibt. „Das finde ich ein viel größeres Problem. Die Schwäne mit Brötchen, Brot und Bratwurstresten zu füttern, ist nicht tierschutzgerecht“, betont Jörg Stengler. Auf die zu erwartenden hohen Temperaturen am Festumzug-Sonntag angesprochen, sagt der erfahrene Gespannführer: „Jeder ordentliche Gespannführer hat das Wohl seiner Pferde im Auge und wird wissen, was er bei Hitze dabei haben muss.“ Die auf den Umzugsbeginn wartenden Gespanne würden sich im schattigen Martinipark aufreihen.

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