Sömmerda: Abgespeckter Bauernmarkt weckt Vorfreude auf 2020

Sömmerda  Zahlreiche Besucher vermissen den Umzug und die Landmaschinenschau im Stadtpark. Die Stadt räumt Einsparungen ein, ist mit Besucherzahlen aber zufrieden.

Die Lindenberger Blasmusikanten aus Liebstedt sorgten für gute Stimmung.

Die Lindenberger Blasmusikanten aus Liebstedt sorgten für gute Stimmung.

Foto: Peter Hansen

Mehr Händler hätte sich Brigitte Wölke zum Bauernmarkt am Samstag in Sömmerda gewünscht. Eigentlich wollte sie Obst und Gemüse kaufen. Die Taschen der Sömmerdaerin blieben leer. Auch die Schau der Landmaschinen im Stadtpark habe sie vermisst.

Kritik, die auch Stefan Schmidt, der Abteilungsleiter für Kultur in der Stadtverwaltung, wahrnahm. Als Grund führte der den Thüringentag und den damit verbundenen großen Umzug an. „Einen zweiten gaben die Finanzen der Stadt nicht her. Damit fiel auch die Schau der Traktoren und Mähdrescher aus“, sagte er und verwies auf das nächste Jahr. Für die Händler der Stadt, die noch einmal am Samstag mit der Aktion „Heimatshoppen“ auf sich aufmerksam machten, sei der Bauernmarkt am Obermarkt sicherlich ein zusätzliches Zugpferd gewesen. Dennoch würden viele mit dem Bauernmarkt die Atmosphäre des Stadtparkes verbinden. „Das unter einen Hut zu bekommen, wird im nächsten Jahr ein Balanceakt“, so Schmidt.

Mit den Besucherzahlen zum Bauernmarkt war er dennoch zufrieden. Gut angenommen worden sei das Programm, zu dem die Lindenberger Blasmusik, die Stadtführung, die Tanzgruppe des Heimatvereins Wenigensömmern, Sängerin Nora Louisa und die Gruppe „Hot Banditoz“ beigetragen hatten. Der Ansturm war so groß, dass die Suppe, serviert vom Territorialverband „Thüringer Becken“ der Gartenfreunde innerhalb kurzer Zeit ausverkauft war.

Dagegen verhalten war der Zulauf bei Christopher Pfau, der einen Gartenbaubetrieb in Heldrungen führt. Mit Zwiebelzöpfen, Trockenblumengestecken und dergleichen mehr war er nach Sömmerda gekommen. Ganz im Gegensatz zum Vorjahr hielt sich die Kundschaft diesmal eher zurück.

Positiv wirkte sich das bunte Treiben bei Bärbel Spindler im Geschäft „Lieblingsstücke“ aus. Die Kombination aus Bauernmarkt und Heimatshoppen habe ihr gute Kundschaft beschert. Besucher wurden bei ihr mit Rabatten und Extras belohnt. Von „guten Geschäften“ berichtete auch Andrea Brauer vom Domino-Kinderbeleidungsgeschäft.

Ebenfalls gut besucht war zu den Heimatshoppen-Aktionstagen das Spielzeugwarengeschäft Am Markt. Viele Kunden hätten am Samstag von den längeren Öffnungszeiten Gebrauch gemacht, sagte Katrin Reichardt. Dass es für kleine Geschäfte ein „hartes Brot“ sei, dem Internethandel zu trotzen, daraus mache sie auch gegenüber den Kunden kein Geheimnis.

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