Sömmerda: Große Investitionen und Baustellen geplant

Sömmerda  Freibad, Kindergarten-Neubau und Straßenbau-Projekte stehen im Entwurf des Sömmerdaer Haushaltsplans.

Der Platz am Mühlgraben in Frohndorf wird innerhalb der Dorferneuerungsmaßnahmen neu gestaltet.

Der Platz am Mühlgraben in Frohndorf wird innerhalb der Dorferneuerungsmaßnahmen neu gestaltet.

Foto: Jens König

Das Wohngebiet Gartenberg in Sömmerda wird in den kommenden Jahren zumindest in Teilen eine ständige Baustelle sein. Der bereits begonnene 1. Bauabschnitt des grundhaften Ausbaus, der sich über Teile der Mozartstraße, den Puschkinplatz sowie Teile der Richardt-Wagner-Straße und Sebastian-Bach-Straße erstreckt, zieht sich bis ins Jahr 2022.

Dann werden sich die weiteren Bauabschnitte anschließen. „Es muss alles gut durchdacht sein, wir können ja nicht den ganzen Gartenberg lahmlegen“, verweist Bürgermeister Ralf Hauboldt (Linke) auch auf logistische Zwänge. Derzeit liege man bei diesem Projekt im Zeitplan, allerdings gebe es immer ein paar Unwägbarkeiten bei einem 100 Jahre alten Trinkwassernetz.

Der Gartenberg ist mit einem Investitionsvolumen von 665.000 Euro eines der Projekte, die die Kreisstadt im Bereich Hoch- und Tiefbau für dieses Jahr fest geplant hat. Auch zahlreiche weitere Vorhaben sind im Entwurf des Haushaltsplanes verankert, den der Stadtrat allerdings noch bestätigen muss. Die Einbringung des Etats sollte in der letzten Sitzung vor dem Jahreswechsel erfolgen, die jedoch corona-bedingt abgesagt werden musste. So wurde das Papier lediglich an die Stadträte ausgegeben, Diskussion und Beschluss sind für die nächste Ratssitzung geplant.

Mehrere Projekte im Straßenverkehr des Landkreises geplant

Vorbehaltlich dessen, dass die Stadträte für die im Entwurf verankerten Positionen grünes Licht geben, sollen 2021 in Sömmerda eine ganze Reihe weiterer Investitionen erfolgen. Dazu gehören der grundhafte Ausbau des Rohrhammerweges (558.000 Euro), der Bau eines Kreisverkehres in Orlishausen an der Kreuzung L 1058/L2140 bei der Firma Erdrich (220.000 Euro) sowie innerhalb der Dorferneuerung die Gestaltung des Platzbereichs Am Mühlgraben in Frohndorf (460.000 Euro) und die Aufwertung der Festwiese in Orlishausen (90.000 Euro).

Ein großes Projekt in diesem Jahr werde auch der Ausbau der Neutorstraße sein, kündigte Ralf Hauboldt an. „Wir wollen alles in einem Zug schaffen und keine Winterbaustelle haben“, umreißt der Bürgermeister das ehrgeizige Ziel. 370.000 Euro für 2021 und 360.000 Euro als Verpflichtungsermächtigung für 2022 sind vorgesehen. Sehr gut im Rennen liege man auch bei der Generalsanierung des Freibades.

Eines der größten geplanten Hochbau-Projekte für die kommenden Jahre wird der Neubau der Kindertagesstätte „Flax und Krümel“ sein. Gut sechs Millionen Euro werden dafür bis 2023 benötigt. In diesem Jahr soll es losgehen, für Planung und Bau sind 450.000 Euro im Etatentwurf eingestellt.

Kosten für das Umbauen des Rathauses schockierte den Bürgermeister

Eine beträchtliche Summe, 741.000 Euro, ist für eine Teilsanierung des Rathauses im Bereich Ratskeller/Küchenbereich und zur Neuordnung der Rettungswege vorgesehen. Er sei ein wenig erschrocken gewesen über die Höhe, gesteht der Bürgermeister. Doch es gebe Auflagen des Brandschutzes, bisher existiere nur ein Fluchtweg. Man werde versuchen Fördermittel zu akquirieren, um die finanzielle Belastung für die Stadt etwas abzumildern.

„Richtig viel Geld“, wie Ralf Hauboldt sagt, sei auch für den Neubau eines Sportplatzfunktionsgebäudes am Sportzentrum Frohndorf geplant. Bis 2022 stehen 767.000 Euro Investitionsbedarf zu Buche, in diesem Jahr sollen 470.700 Euro zum Einsatz kommen.

Sehr wichtig sei auch die Fortsetzung der Sanierung der Stadtmauer. Für den mittlerweile 14. Bauabschnitt sind 150.000 Euro im Haushaltsentwurf eingestellt. Weitergehen werde es im Bereich Bahnhofstraße, wobei auch die im vergangenen Jahr durch ein Wetterereignis verursachten Schäden beseitigt werden.

Im Ortsteil Schallenburg wird man sich sicher darüber freuen, dass der Innenausbau weitergeführt werden soll. 264.000 Euro sind dafür einkalkuliert. Sind sie ausgegeben, ist die Sanierung des Objekts abgeschlossen.